Henkel verkauft seine Chemiesparte

Donnerstag, 13. September 2001

Henkel trennt sich von seiner Chemiesparte Cognis. Das Düsseldorfer Unternehmen und die Investorengemeinschaft Schroder Ventures und Goldman Sachs Capital einigten sich auf die Übernahme des Unternehmensteils mit einem Wert von 2,6 Milliarden Mark. Der Vertrag wird Ende November wirksam, allerdings hat die Investorengruppe ein zweimonatiges Rücktrittsrecht.

Der Verkaufserlös des nach Angaben von Henkel weltweit führenden Anbieters von Spezialchemie fließt in den Abbau der Verbindlichkeiten von Henkel und soll für den weiteren Ausbau des Kerngeschäfte verwendet werden. Grund für den Verkauf sind laut Ernst Primosch, Vice-President Corporate Communications von Henkel, dass Henkel sich künftig auf zwei strategische Säulen beschränken will - die Marken und Technologien.

Zudem sehe er unter den neuen Besitzverhältnissen bessere Entwicklungsmöglichkeiten für Cognis: "Wenn Cognis nicht mehr zu Henkel gehört, kann das Unternehmen komplett neue Käuferschichten erschließen und Unternehmen gewinnen, die bisher davor zurückschreckten, einem Teil des Konkurrenzunternehmens Henkel ihre Rezepte für neue Produkte zu liefern."
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