Henkel mit der besten Corporate Website bei CSR

Donnerstag, 14. Juli 2011
Im Gesamtranking belegte Henkel mit 778 von 1000 möglichen Punkten den ersten Platz
Im Gesamtranking belegte Henkel mit 778 von 1000 möglichen Punkten den ersten Platz
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DAX MDAX TecDAX Website Pflichtprogramm BASF BMW



Corporate Social Responsibility gehört für die meisten Unternehmen mittlerweile zum Pflichtprogramm. Allerdings spiegelt sich die Bedeutung von CSR nicht unbedingt auf der eigenen Website wider. Das fand
Net Federation (Net Fed) in ihrer traditionellen Untersuchung Corporate Benchmark heraus. Das Kölner Beratungsunternehmen hat zwischen Dezember 2010 und März 2011 alle 110 Unternehmen des DAX, MDAX und TecDAX untersucht. Jede dritte Firma hat mittlerweile einen eigenen CSR-Schwerpunkt innerhalb der Corporate Website. Die DAX-Unternehmen äußern sich hier umfassend und transparent zu den zentralen Schwerpunkten. Dagegen haben laut Net Fed die meisten MDAX und TecDAX-Firmen den Zusammenhang von nachhaltigem Wirtschaften und Investments noch nicht erkannt. CSR-Themen finden auf deren Homepages so gut wie nicht statt.

Im Gesamtranking belegte Henkel mit 778 von 1000 möglichen Punkten den ersten Platz. Mit 777 Punkten landete die BASF auf dem zweiten Platz, gefolgt von BMW mit 736 Punkten. Unter den Top 10 landeten zudem der Energieriese E.On, Bayer, Siemens, Tui, die Münchner Rück, die Allianz und MAN. Nach der Analyse der Online-Experten zeichnet sich der Henkel-CSR-Auftritt vor allem dadurch aus, dass dieser die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aktivitäten und den Umgang mit den Mitarbeitern klar darstellt. Kennzahlen unterstreichen dabei die Vereinbarkeit von sozialer Verantwortung und wirtschaftlichem Erfolg und beleuchten so die ewige Frage: "Was bringt CSR eigentlich einem Unternehmen?" Auch dass Konzernvorstand Kasper Rorsted die zentrale Schlüsselfigur innerhalb des CSR-Teils ist, erhöht die Glaubwürdigkeit der Aussagen.

In der aktuellen Studie hat Net Fed jede Site anhand von 400 Kriterien bewertet
In der aktuellen Studie hat Net Fed jede Site anhand von 400 Kriterien bewertet
Ganz anders sieht es bei den Verlierern des Rankings aus. Hier gibt es technische Unzulänglichkeiten wie bei der BayWA, wo etwa der Begriff Co2 von der Suchfunktion nicht erfasst wird. Oder die Einschränkung des Kernthemas auf das Pflanzen von Bäumen wie es Fielmann praktiziert. Kritisch merken die Analysten an, dass die Unternehmen auf E-Mail-Anfragen kaum reagieren. Gerade 21 Unternehmen antworteten auf eine Mystery Mail. Noch gravierender: davon gingen nur drei in ihren Antworten auf die gestellte Frage ein.

Und das ist nicht das einzige Problem. Social Media spielt in den Auftritten so gut wie keine Rolle. Lediglich sechs Unternehmen betreiben Media Sharing, nur fünf haben einen themenspezifischen Blog und nur vier verweisen auf ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken.

Seit 2002 hat Net Federation über 5000 Websites untersucht und über 700.000 Einzelbewertungen vorgenommen. In der aktuellen Studie hat Net Fed jede Site anhand von 400 Kriterien bewertet. mir
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