Hart zur Sache mit Viagra: Pfizer kämpft für saubere Sex-Pillen

Freitag, 02. November 2012
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Billige Potenzmittel aus illegalen Schmuddellabors bringen Pfizer in Rage. Allerdings nicht nur, weil der Medikamentenhersteller seinen blauen Diamanten - die bekannte Pille Viagra - im Original verkaufen möchte, sondern weil der Handel mit gefälschten Medikamenten laut Unternehmen eine Gefährdung für die Patienten sei. Zusammen mit Zollfahndung, Polizei und Staatsanwaltschaft kämpft das Unternehmen gegen Medikamentenfälschung und fährt für Verbraucher eine Aufklärungskampagne. Im Internet informiert die Figur Hartmut über Arzneimittelfälschung und gibt Tipps, wie man sich vor Kopien schützen kann. Am 24. November wird in Hamburg eine Aktion stattfinden, die bereits im vergangenen Monat am Berliner Hauptbahnhof für Aufmerksamkeit sorgte. Passanten können für ihren Partner, ihre Mutter oder eine andere Person, die ihnen wichtig ist, eine Liebeserklärung als Foto oder Video aufnehmen. Pfizer postet die Bilder und Videos auf Facebook, wo über die „schönste Liebeserklärung" abgestimmt wird. Die ersten 100 Beiträge, die das Voting gewinnen erhalten Preise. Der Hauptgewinn ist ein Bett für zwei.

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Die Aktion soll ein Zeichen gegen den organisierten Handel mit gefälschten Medikamenten sein. Gams & Schrage Healthcare in München entwickelte das Konzept. Die Mediaplanung der Aufklärungskampagne verantwortete MWO in Ismaning. Pfizer bewirbt die Kampagne online auf Facebook (facebook.com/HartmutsHarteWorte), Youtube und der Internetseite www.mann-info.de/.

Die Arzneimittelversorgung in Deutschland sei zwar eine der sichersten der Welt, trotzdem sei der Handel mit gefälschten Medikamenten ein ernstzunehmendes Problem ist, das die Gesundheit von Patienten gefährdet. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jedes zweite Medikament, das im Internet gekauft wird, eine Fälschung ist. Versprechen, dass verbraucher rezeptpflichtige Oroiginalware erhalten, erweisen sich oft als haltlos. Die Online-Communities zur Aufklärung der Verbraucher bleiben mindestens bis Mitte 2013 bestehen. hor
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