Haribo und Katjes streiten vor Gericht um Anzeigen

Freitag, 23. November 2001

Grimmige Stimmung herrscht zwischen den Süßwarenherstellern Katjes und Haribo. Der Streit um Werbeaussagen von Haribo wird zur juristischen Dauerfehde. Bereits Anfang November hatten sich beide Unternehmen wegen unzulässiger Werbeaussagen vor Gericht getroffen. Jetzt geht der Streit in eine neue Runde. Wiederum hat Katjes eine Einstweilige Verfügung gegen den Wettbewerber erwirkt. Diesmal klagt Katjes gegen eine Anzeigenbeilage von Haribo, die in dem Verbandsorgan "SG-Süßwarenhandel" erschienen ist. Die Anzeige weist dabei auf "Tips für Jahresgespräche von unabhängigen Marktforschungsinstituten" hin und stellt Haribo unter anderem als Marktführer im Lakritz-Segment darf.

Katjes bemängelt, dass es sich lediglich um Verlagsforschung handele und das Haribo-Mischprodukt "Color-Rado" mitgezählt wurde. Dieses enthalte aber nur zu einem Drittel Lakritzprodukte. Die Titelaussage wurde vom Gericht nun untersagt. Zudem darf Haribo vorerst nicht mehr damit werben, dass die Lakritze des Unternehmens die Nummer Eins im Lakritz-Markt seien. Pikant: In der gleichen Ausgabe des Verbandsorgans hatte Katjes seinerseits eine Handelsanzeige mit Marktforschungszahlen geschaltet. Kernaussage: "Katjes Lakritz wächst stärker als Haribo Lakritzprodukte!"
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