Handys der Marken Ericsson und Sony verschwinden vom Markt

Donnerstag, 30. August 2001

Durch den Start des Gemeinschaftsunternehmens Sony Ericsson Mobile Communications - ein Zusammenschluss der Mobilfunkbereiche der beiden Unternehmen Sony und Ericsson - am 1. Oktober mit Sitz in London entsteht eine neue Handy-Marke. Ein Name für die neue Marke steht noch nicht fest. Erste Produkte des Joint Ventures sollen Ende nächsten Jahres vorgestellt werden.

"Die Produkte, die Ericsson und Sony zurzeit noch in der Pipeline haben, werden unter den jeweiligen Namen noch vermarktet werden", erklärt Ericsson-Pressereferentin Anja Klein. Die Produktzyklen bei Handys sind mit rund 6 Monaten sehr kurz. Dies führt zum schnellen Verschwinden der beiden Handy-Marken vom Markt. "Neue Marketingstrategien und neue Produktlinien sollen im Hinblick auf UMTS gemeinsam entwickelt werden", betont Klein.

Durch den Zusammenschluss verschärft sich der Wettbewerb unter den Endgeräte-Herstellern. Mit rund 35 Prozent wird er zurzeit klar von Nokia dominiert, dahinter folgt das amerikanische Unternehmen Motorola mit einem Marktanteil von knapp 15 Prozent. Sony und Ericsson kommen zusammen auf rund 10 Prozent.

Erst Anfang des Jahres hatte Ericsson auf seine sinkenden Marktanteile reagiert und die Handyproduktion ausgelagert. "Wir konnten mit unserer Produktpalette den Markttrend zu Telefonen im Einsteigerbereich nicht komplett bedienen", begründete Ericsson-Chef Kurt Hellström die Entscheidung. Seither werden die Mobilfunkgeräte zum größten Teil von der US-Firma Flextronics produziert, die Einsteigermodelle werden von zwei taiwanesischen Unternehmen gebaut.
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