Handelsoffensive: Wie Media Markt mit dem Torwandschießen seine Filialen verteidigt

Freitag, 31. Mai 2013
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Media Markt startet eine neue Promotion, um seine Kunden zum Kauf zu motivieren. Doch auffällig bem "Media Markt Torwandschießen" ist die Spielmechanik, die erstmals auf eine Stärkung des Einkaufserlebnisses in den Filialen augelegt ist. Denn statt wie bisher Gutscheine oder Preisnachlässe ab einer gewissen Einkaufsumme oder in einer Produktgruppe zu erhalten, winkt talentierten Fußballern die Rückerstattung ihres Einkaufswertes, wenn sie die in den Filialen aufgestellte Torwand treffen. Damit kommt diese Promotion ausschließlich dem stationären Handel zugute.
Der Unterschied zu den bisherigen Aktionen der Elektrokette ist subtil aber wesentlich. Im vergangenen Markt hatte sich Media Markt vor allem auf die Implementierung seiner neuen Multichannel-Vertriebsstruktur konzentriert. Daher enthielten viele Saisonkampagnen Elemente, um die Wettbewerbsfähigkeit mit der reinen E-Commerce-Konkurrenz zu kommunizieren. Selbst die aktuellen Werbeprotagonisten - eine WG aus jungen Technikverrückten - lässt sich als Zugeständnis an die Realitäten des digitalen Marketings werten. Denn die von Ogilvy & Mather, Frankfurt, kreierten Werbeclips funktionieren auch als Kurzkomödien im Internet und stärken damit den digitalen Content der Marke Media Markt.

In dieser Strategie sticht das Torwandschießen allein schon durch seinen lokalen Eventcharakter deutlich heraus. Anders als bei den bisherhigen Promotions der Handelskette ist der Preisnachlass für Kunden nicht automatisch garantiert und Verkaufsförderungseffekte damit auch wesentlich schwerer zu kalkulieren. Doch den örtlichen Media-Markt-Filialen wird mit der Promotion ein lokalisierbares Event geliefert, dass die Attraktivität des eigenen Standorts im Vergleich zur regionalen Handelskonkurrent stärkt und potenziellen Kunden zusätzliche Besuchsanlässe liefert. cam
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