Handel will auf Schlussverkauf nicht ganz verzichten

Mittwoch, 23. Januar 2002

Mit Blick auf den beginnenden Winterschlussverkauf am 28. Januar plädiert der Handel zunehmend für weitere Erleichterungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), will aber gleichzeitig den Schlussverkauf nicht vollends abschaffen. So plädiert Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Ein- zelhandels (HDE) dafür, das in die Jahre gekommene Gesetz zu reformieren und den Wettbewerbsregeln des EU-Binnenmarktes anzupassen.

Für eine ersatzlose Streichung des Paragraphen ist der HDE allerdings nicht zu haben. "Die Stimmen im Handel, die den Schlussverkauf abschaffen wollen, sind noch in der Minderheit." Dementsprechend sehen auch große Warenhäuser den Schlussverkauf nicht als überflüssig an.

"Es stellt sich allerdings die Frage, ob er durch die Gesetzgebung in ein solches Korsett gepresst werden muss", meint Elmar Kratz, Sprecher der Karstadt Warenhaus AG. "Die Kundenfrequenz im Schlussverkauf ist nach wie vor groß, aber nicht mehr in dem Maße auf die 12 Tage konzentriert wie noch vor 20 Jahren." Auch Karstadt würde eine Liberalisierung des UWG durchaus begrüßen, sie müsse nur machbar sein.
Meist gelesen
stats