Handel und Industrie gegen Zwangspfand auf Einwegflaschen

Mittwoch, 19. Juli 2000

Der deutsche Handel und die deutsche Markenartikelindustrie lehnen die geplante Einführung eines Zwangspfandes auf Einweggetränkeverpackungen ab und empfehlen eine Alternative zur Mehrwegquote. Dies teilten sie jetzt in einem Schreiben den Umwelt- und Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern mit. Handel und Markenartikelindustrie begrüßten darin ausdrücklich den Vorschlag des Bundesumweltministeriums, die in der Verpackungsverordnung festgelegte prozentuale Mehrwegquote durch eine Füllmengenregelung abzulösen, wie dies auch die Initiative von Rheinland-Pfalz vorsehe. Dieser Ansatz sei aus Sicht des Handels und der Markenartikelindustrie als Zwischenlösung zu unterstützen. Sie würde das Zwangspfand verhindern und so den Bestandsschutz des Mehrwegs gewährleisten, denn kein Unternehmen könnte auf Dauer in zwei teure Pfandsysteme für Getränkeverpackungen investieren. Innerhalb der beteiligten Wirtschaftskreise bestehe Konsens darüber, dass ökologisch vorteilhafte Einwegverpackungen herkömmlichen Mehrwegverpackungen gleichzustellen seien. Auch die UBA II-Studie werde dies bestätigen.
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