Handel macht Print Hoffnung

Donnerstag, 25. März 2010
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Die deutschen Retailer vertrauen auf Print. Nach schwachem Jahresbeginn entwickle sich der März positiv. Diese Beobachtung macht Björn Jansen, Geschäftsführer beim "Mannheimer Morgen".  C&A-Sprecher Thorsten Rolfes kündigte auf einem Panel des Handelswerbekongress in Wiesbaden zudem eine deutliche Ausweitung der Spendings in Print an. 

"Nachdem 2009 besser lief als erwartet, gibt es wieder den Mut, etwas mehr Gas zu geben", beschreibt Rolfes die Tendenz in der Branche. Um rund 15 Prozent will beispielsweise die Textilkette den Werbeeinsatz in Print steigern. Auch die TV-Spendings sollen stabil  bleiben.

Allerdings sei das Beispiel C&A nicht auf alle Bereiche des Handels zu übertragen, warnt  Andreas Tölpel, Deputy Managing Director Media Team OMD, vor übertriebenem Optimismus. Gleichzeitig warnt er alle Beteiligten vor einer weiteren Preisspirale bei den Konditionsgesprächen: "Irgendwann ist die Schraube auch überdreht."

Deutlich wurde in vielen Aussagen zahlreicher Handelsmanager auf dem Kongress der Conference Group darüber hinaus, dass sich der Handel den neuen digitalen Kommunikationskanälen nur sehr zögerlich nähert. Der Fokus liegt neben TV auch künftig auf  Zeitungsanzeigen, Handzetteln und Prospekten. Hier lassen sich durchaus noch Potenziale heben. Diese machte Kathrin Brüning, Marketingleiterin beim Kaufhof, deutlich. Neben einer Reduzierung von Streuverlusten durch eine bessere Aussteuerung bei der Verteilung setzt die Kaufhauskette unter anderem auch auf eine individuelle Ansprache. So lassen sich beispielsweise bis zu dreiviertel der Inhalte des "Kaufhof Magazin" variabel gestalten und werden auf Basis von Marktforschungsergebnissen und Daten aus dem Kundenbindungsprogramm Payback redaktionell an das Kaufverhalten der jeweiligen Zielgruppe  bei der Verteilung angepasst. ork
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