Handball-Bundesliga: Zweiter Club ist insolvent

Montag, 16. Februar 2009

Die Handball-Bundesliga (HBL) kommt nicht zu Ruhe: Mit der HSG Nordhorn hat nun der zweite Club in dieser Saison Insolvenz angemeldet. Die Verbindlichkeiten der HSG sollen sich inzwischen auf rund eine Million Euro beziffern. Auch die Spielergehälter konnten Medienberichten zufolge zeitweise nicht bezahlt werden. Ob und inwieweit der Spielbetrieb fortgeführt werden kann, wird in Absprache mit dem Insolvenzverwalter in den nächsten Tagen entscheiden. „Wir gehen aber davon aus", sagte Berend Greven, Geschäftsführer HSG Sport Marketing dem "sid" Das nächste Spiel steht für die Niedersachsen am kommenden Freitag gegen den Stralsunder HV an. Vor allem, so Greven, gelte es nach dem bereits am Wochenende angekündigten Gang zum Gericht nun Sponsoren zu akquirieren: „Noch haben wir keine Signale aus der heimischen Wirtschaft, aber auch keine negativen."

Die HSG Nordhorn ist der zweite Bundesligist, der in der laufenden Saison Insolvenz anmelden musste: Bereits im November wurde das Insolvenzverfahren gegen den dreimaligen Deutschen Meister Tusem Essen eröffnet - der Club steht damit als Zwangsabsteiger fest. HBL-Chef Frank Bohmann hatte daraufhin angekündigt, künftig strengere Auflagen beim Lizenzierungsverfahren durchzusetzen. mh
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