Hamburg pusht Mediendialog

Donnerstag, 22. März 2007

Der Hamburger Dialog in seiner bisherigen Form ist tot. Im Schulterschluss mit der Medienwirtschaft zieht der Hamburger Senat einen radikalen Schlussstrich unter die Medientage, die 1998 ins Leben gerufen wurden, aber zusehends zu einer profillosen Massenveranstaltung mutierten. Unter dem Label "Internationaler Mediendialog Hamburg" soll stattdessen "eine Premiumveranstaltung etabliert werden, die dem Medienstandort Hamburg gerecht wird", erklärt der ehemalige Chef der Nachrichtenagentur dpa Walter Richtberg. Schützenhilfe bekommt der Medienkoordinator der Hamburger Wirtschaftsbehörde von André Kemper, Mitinhaber der Werbeagentur Kemper Trautmann und Vorsitzender des Medienausschusses der Hamburger Handelskammer.

Um ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen, haben sie hanseatischen Medienvertreter mit ins Boot geholt, darunter Bernd Kundrun, Vorstandsvorsitzender des Hamburger Verlagshauses Gruner + Jahr. Mit ihm werden rund 20 Spitzenmanager einen Tag lang im Hamburger Rathaus über die Entwicklungen der Medien diskutieren. ejej

Mehr zum Hamburger Mediendialog lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 12/2007, die am heutigen Donnerstag, 22. März erscheint.

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