HTC: Schwaches Marketing, schwacher Absatz

Mittwoch, 09. Januar 2013
Peter Chou ist für das laufende Jahr zuversichtlich
Peter Chou ist für das laufende Jahr zuversichtlich

Der Mobilfunkhersteller HTC muss erneut schlechte Verkaufszahlen melden. Auch im vierten Quartal 2012 konnte der Smartphone-Spezialist den Abwärtstrend der vergangenen Jahre nicht umkehren. HTC-Chef Peter Chou begründet die Entwicklung mit mangelhafter Durchschlagskraft seines Marketings.
Die Marketingstrategie seines Unternehmens sei im vergangenen Jahr nicht aggressiv genug gewesen, beklagt Chou. "Unsere Wettbewerber waren zu stark und sehr einfallsreich und haben viel Geld ins Marketing gesteckt", sagte der HTC-CEO gegenüber dem "Wall Street Journal", "wir haben dagegen zu wenig an der Marketingfront getan." Aber das schlimmste sei nun vorüber, glaubt der 56-Jährige und gibt sich für 2013 optimistisch. Zwar habe HTC zu wenig Geld, um sich mit Apple und Samsung auf Augenhöhe zu messen. Aber "das wichtigste ist, einzigartige Produkte zu haben, die bei den Konsumenten Anklang finden".

Wie Chou den Turnaround schaffen will, hat er bislang offen gelassen. Nach Angaben von Bloomberg besitzen die Taiwanesen nur noch 4,6 Prozent Marktanteil am weltweiten Smartphone-Geschäft. So schlecht seien die Zahlen seit acht Jahren nicht mehr gewesen. HTC fuhr einen konsolidierten Umatz von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro ein. Davon blieb ein operativer Gewinn von 1,6 Millionen Euro übrig. Die Aktie ist seit ihrem Rekordhoch in 2010 um 80 Prozent gefallen. Positive Geschäftsentwicklungen vermeldet HTC jedoch in China und Japan. Und was das Marketing betrifft, so hat Chou bereits reagiert und, wie HORIZONT.NET berichtete, mit Benjamin Ho einen neuen CMO ins Boot geholt. fo
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