HORIZONT ehrt die Männer des Jahres 1999

Freitag, 28. Januar 2000

Vor rund 800 geladenen Gästen aus Unternehmen, Agenturen und Medien fand am gestrigen Donnerstag in der Frankfurter Alten Oper die festliche Verleihung der HORIZONT-Awards "Männer und Frauen des Jahres 1999" statt. FC Bayern-Manager Uli Hoeness, Preisträger aus dem Bereich Unternehmen und Marketing, zeigte sich "total überwältigt" von der Ehrung. Vorher hatte "Focus"-Chef Helmut Markwort den Fußball-Manager in einer launigen Laudatio als "Dagobert in einer Schuldenliga" beschrieben, der seinen Verein in ein modernes Wirtschaftsunternehmen verwandelt und damit einen internationalen Markenartikel geschaffen habe. Preisträger im Bereich Agenturen ist Paulus Neef, Gründer und Vorstandschef des Berliner Multimedia-Dienstleisters Pixelpark. Neef, der nach den Worten seines Laudators, dem ehemaligen Pro-Sieben-Chef Georg Kofler, als "früher Botschafter und Avantgardist" unternehmerische Nachhaltigkeit in die "euphorische Cyberwirtschaft" gebracht habe, reichte die Auszeichnung verbal auch an seine Mitarbeiter weiter: "Ohne sie hätte sich Pixelpark nie so entwickeln können." Den Dritten im Bunde der Geehrten, Martin Fischer als Medien-Mann des Jahres, lobte Tonio Kröger, Leiter Markenkommunikation bei Daimler-Chrysler, als einen, "der weiß, wie das Geschäft geht, weil er weiß, was die Leser wollen". Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Milchstraße wertete in seinen Dankesworten die Auszeichnung als Bestätigung der Strategie, "die Produktentwicklung parallel zur Marketingstrategie" zu betreiben. Zuvor waren in einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion alte und neue Medien auf eine fürs Publikum höchst unterhaltsame Weise zusammengeprallt: Unter der Moderation von HORIZONT-Chefredakteur Christian Ickstadt stritten "Wirtschaftswoche"-Chefredakteur Stefan Baron ("In der Welt der neuen Medien kann die Glaubwürdigkeit nur noch in Nischen überleben."), T-Online-Chef Wolfgang Keuntje ("Durch das Internet wird das Unternehmertum gestärkt."), AOL-Europe-CEO Andreas Schmidt ("Konvergenz bedeutet nicht das Verschwinden der alten Medien, sondern ihre zusätzliche Nutzung in einer neuen Form."), G+J-Vorstand Rolf Wickmann ("In ein paar Jahren sind wir ein Druck-, Verlags- und Internethaus.") und BBDO-CEO Rainer Zimmermann ("Die Agenturen müssen in der Zukunft Service aus einer Hand bieten.") über neue Märkte und Visionen am Beginn des 21. Jahrhunderts.
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