HORIZONT Sportbusiness-Preisträger und Schalke-Manager Magath: „Ich arbeite für die Fans“

Mittwoch, 06. Oktober 2010
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„Wer ein langfristiges Ziel hat, darf sich durch kurzfristige Misserfolge nicht beirren lassen", so die selbstbewusste Einschätzung von Felix Magath. Auch wenn er nicht immer Entscheidungen treffe, die allen Schalke-Fans gefallen: „Es gibt genügend Schalke-Anhänger, die mich unterstützen und mir viel Wohlwollen entgegenbringen", sagt der Trainer, Manager und Vorstand im Interview mit HORIZONT, in dem er sich zum Bundesliga-Business und der aktuellen Situation von Schalke 04 äußert. Magath, von HORIZONT Sportbusiness zum „Player des Jahres" gewählt, wundert sich, „dass es kaum einen Außenstehenden gibt, der die derzeitige Situation mit Geduld beobachtet und abwartet, ob die Veränderungen bei Schalke nicht doch erfolgreich sein können." Und er erinnert an die Ausgangslage: „Der Verein war sportlich wie finanziell ein Sanierungsfall mit großer wirtschaftlicher Schieflage. Entsprechend hart waren die notwenigen Einschnitte." Seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr hab er bei Schalke deutlich mehr Geld eingenommen als ausgegeben - „und zwar im zweistelligen Millionenbereich".

Der Preisträger

Der Preisträger
Felix Magath erhält als „Player des Jahres" den diesjährigen HORIZONT Sportbusiness Award. Weitere Awards gibt es für Red Bull („Sponsor des Jahres") und Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko Basketball Bundesliga („Sportmanager des Jahres"). Die Verleihung der Preise findet im Rahmen der 16. Deutschen Sponsoringtage am 28. Oktober 2010 in Frankfurt statt. Alle Infos zu Kongress und Preisverleihung unter www.conferencegroup.de/sponsoringtage10

Die Veränderungen im Fußball hin zum Geschäft will der frühere Profi und Nationalspieler nicht moralisch bewerten: „Es ist so wie es ist." Die Kommerzialisierung bringe ja auch Vorteile mit sich, gleichwohl weiß er um die Spannung zwischen Kult und Kommerz - insbesondere auf Schalke: „Strenggenommen gibt es Profifußball noch gar nicht so lange. Und deshalb würden wir manchmal das, was früher so schön war, behalten - gleichzeitig wollen wir aber auch von dem profitieren, was das moderne Fußballgeschäft ausmacht." Beides sei schwer unter einen Hut zu bringen.

Das ausführliche Interview mit Felix Magath lesen Sie im Sportbusiness Report IV, der in HORIZONT 40/2010 vom 7. Oktober erscheint.
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