Guerilla-Aktion: Euronics missbraucht Bundeskanzleramt als Werbefläche

Dienstag, 22. Mai 2012
Euronics nutzt das Bundeskanzleramt für Werbung in eigener Sache
Euronics nutzt das Bundeskanzleramt für Werbung in eigener Sache

Im Berliner Volksmund ist das Bundeskanzleramt wegen seines großen Glas-Bullauges auch als "Waschmaschine" bekannt. Euronics hat das jetzt für eine Guerilla-Aktion der besonders frechen Art genutzt. In einer Nacht- und Nebelaktion verwandelten die Elektronik-Kette und ihre Kreativagentur Jung von Matt/Spree das Büro von Bundeskanzlerin Angela Merkel in eine Werbefläche für Waschmaschinen. Die Aktion, die von den Berliner Spezial-Dienstleistern Commandante (Event) und HotDot Communications (PR) begleitet wurde, fand in der Nacht von Montag auf Dienstag nach Mitternacht statt. Unter dem Motto "Öko spart Euro" wurden mittels einer spektakulären Lichtprojektion die derzeit sparsamsten Waschmaschinen, unter anderem eine von AEG, direkt auf die bekannteste "Waschmaschine" Deutschlands - das Bundeskanzleramt - projiziert.

Ein Seitenhieb auf die Politik durfte freilich auch nicht fehlen: "Das ist nicht Deutschlands sparsamste Waschmaschine", war auf einer der beiden Projektionsflächen zu lesen, auf der mit gleich drei Pfeilen in Richtung Bundeskanzleramt gedeutet wurde. Welche Waschmaschinen wirklich sparsam sind, war dann auf der zweiten Projektionsfläche zu sehen. Dort präsentierte Euronics sein aktuelles Waschmaschinen-Portfolio. Geräte wie der Öko Lavamat von AEG sollen nach Angaben des Unternehmens 20 Prozent energieeffizienter arbeiten als der Grenzwert der besten Energieeffizienzklasse A+++.

Die Aktion ist Teil der Energieeffizienz-Kampagne von Euronics. Der Auftritt mit dem Slogan "Öko spart Euro" beinhaltet auch TV-Spots, Anzeigen, Plakate und Online-Werbung. mas
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