Gucci ist wertvollste Luxusmarke / Deutsche bevorzugen Calvin Klein

Montag, 31. März 2008
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Gucci, die Flaggschiffmarke des französischen Luxuskonzerns PPR, ist die begehrteste Luxusmarke der Welt. Das geht aus einer aktuellen Erbhebung der Nielsen Company hervor. In der internationalen Umfrage gab einer von fünf Verbrauchern an, dass er Gucci vor allen anderen Luxusmarken wählen würde, wenn Geld keine Rolle spielte. In Deutschland schafft es Calvin Klein mit 32 Prozent aufs Siegertreppchen. International teilen sich Chanel und Calvin Klein den 2. Platz. Für die Umfrage wurden im November Verbraucher in 48 Ländern befragt, in denen die Nielsen-Marktforscher tätig sind. Den 3. Platz nimmt weltweit Louis Vuitton ein, gefolgt von Giorgio Armani, Christian Dior und Versace, die sich den 4. Platz teilen. Anders sieht das Ranking in Deutschland aus: Hier teilen sich Giorgio Armani und Diesel (jeweils Prozent) den 2. Platz. Auf Rang 3 und 4 folgen Gucci (22 Prozent) und Versace (20 Prozent).

Ihrem Status entsprechend bewerben die Designer ihre Produkte mit einem hohen Werbebudget. Laut Nielsen Media Research wurde 2007 in Deutschland in den klassischen Medien für Armani-Produkte mit einem Bruttowerbevolumen in Höhe von 14,9 Millionen Euro geworben, gefolgt von Gucci-Produkten mit 11,4 Millionen Euro. Den 3. Platz nehmen die Produkte von Chanel (8,4 Millionen Euro) ein. Weiter unten auf der Skala der Werbebudgets rangieren die von den Deutschen bevorzugten Designerartikel von Calvin Klein mit relativ geringen Spendings von 1,9 Millionen Euro oder die Artikel von Ralph Lauren mit 2,1 Millionen Euro.

Die Umfrage bescheinigt technischen Produkten mit Designerlabel deutliches Potenziel: Gut ein Fünftel der Verbraucher in Deutschland würde ein Handy oder einen Flachbildschirmfernseher kaufen, wenn diese mit dem Namen einer Luxusmarke versehen wären - eine Geschäftsmöglichkeit, die sich Moderiesen wie Prada und Armani schon zunutze machen. 18 Prozent würden sich ein Laptop gönnen - und auch Küchengeräte (11 Prozent) und MP3-Player (10 Prozent) mit Designerlabel könnten bei den Deutschen einen Markt finden. mh

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