Group M: Globale Werbeausgaben 2011 niedriger als erwartet

Mittwoch, 06. Juli 2011
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Die Mediaholding Group M hat ihre Prognose für den globalen Werbemarkt nach unten korrigiert. Danach werden die weltweiten Ausgaben für Werbung in diesem Jahr nur um 4,8 Prozent wachsen. Begründet wird das mit der Naturkatastrophe in Japan und den politischen Unruhen in Afrika und im Nahen Osten  Die ursprüngliche Vorhersage lag einen Prozentpunkt höher. Der zweijährliche Group M-Report "This Year, Next Year" beziffert den globalen Werbetat mit 506 Milliarden Dollar, 2010 hatte er noch bei 483 Milliarden gelegen. Im Jahre 2012 sollen die Spendings noch einmal anziehen: Aufgrund von Großereignissen wie der Olympischen Sommerspiele und dem US-Wahlkampf würden weltweit 540,3 Milliarden Dollar und damit 6,8 Prozent mehr ausgegeben als 2011.

In diesem Jahr hätten besonders der japanische und der nahöstliche Markt gelitten. "Es ist sehr ungewöhnlich, dass Naturkatastrophen spürbar die globalen Werbeausgaben beeinflussen", sagt Adam Smith, Chef der für den Bericht zuständigen Einheit Group M Futures. In Japan würden in diesem Jahr voraussichtlich vier Milliarden Dollar weniger in Werbung investiert, als Group M vor dem Tsunami ermittelt hatte. In den Krisenregionen des Nahen Ostens lag die Differenz bei gut 1,2 Milliarden Dollar.

Einen immer größeren Anteil an den weltweiten Ausgaben für Werbung nehmen digitale Medien ein. Im Jahre 2011 entfielen 17 Prozent des globalen marktes auf diesen Bereich. Schätzungsweise wird diese Zahl im nächsten Jahr noch einmal übertroffen: Dann sollen über 100 Milliarden Dollar in den Bereich digital fließen.

"This Year, Next Year" basiert auf Daten der Group M-Muttergesellschaft WPP und listet die Ausgaben in den Bereichen Werbung, Public Relations, Marktforschung und Specialist Communications. ire
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