Großbritannien streitet über Blairs Werbeorgie

Mittwoch, 01. August 2001

Die Labour-Regierung ist in Großbritannien zum zweitgrößten Advertiser nach Unilever aufgestiegen. Premier Tony Blair habe im Vorfeld der Parlamentswahlen eine "Werbeorgie" veranstaltet, klagt nun die Opposition. Das Werbebudget stieg in den zwölf Monaten bis zum 31. März 2001 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 70 Prozent auf 192,4 Millionen Pfund. Im Vorjahr lagen die Ausgaben noch bei 113,5 Millionen Pfund. Dies geht aus dem Jahresbericht des Central Office of Information Communications hervor.

Die Ausgaben für TV-Werbung verdoppelten sich von 40,4 Millionen Pfund auf 84,7 Millionen Pfund, während das Budget für Printwerbung von 36 Millionen Pfund auf 44,3 Millionen Pfund angestieg. In Radiowerbung flossen 20,4 Millionen Pfund, im Vorjahr waren es 8,5 Millionen Pfund. Bescheiden fiel das Wachstum bei der Plakatwerbung aus. Der Etat stieg von 6,7 Millionen Pfund auf 8,2 Millionen Pfund. Die restlichen 34,8 Millionen Pfund entfielen auf Produktionskosten.
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