Großbritannien: L’Oréal muss „Mogel-Kampagnen“ stoppen

Donnerstag, 28. Juli 2011
Augenwischerei? Das umstrittene Motiv ist auch im deutschsprachigen Raum zu sehen
Augenwischerei? Das umstrittene Motiv ist auch im deutschsprachigen Raum zu sehen

L'Òréal muss eine Kampagne für einen Concealer mit Anti-Aging Effekt wegen zu starker Retusche stoppen. Das berichten britische Medien. Dasselbe gilt für eine Lancome-Anzeigenstrecke. Die britische Behörde zur Überwachung von Werbung, die Advertising Standards Authority, hat einer entsprechenden Beschwerde von Jo Swinson stattgegeben. Die liberaldemokratische Abgeordnete ist der Meinung, die Fotos von den Testimonials Julia Roberts und Christy Turlington seien kein Indikator für die Wirkung des Produkts und würden Kunden in die Irre führen.

Konkret geht es um zwei Printkampagnen. In einer davon wirbt Roberts für „Teint Miracle" der L'Oréal-Marke Lancome, in der anderen zeigt Turlington Gesicht für „The Eraser" von Maybelline - ein Produkt, das mit dem Zusatz „Anti-ageing" wirbt. Die ASA schließt sich Swinsons Meinung an und beurteilt die Umsetzungen als "übertrieben" und "irreführend".

Laut der britischen Zeitung „Guardian" gestand L'Oréal Großbritannien das Airbrushing an Turlingtons Bild zwar ein, ist jedoch der Meinung, das Bild würde die Resultate des Produkts „exakt illustrieren". Allerdings war der Kosmetikkonzern offenbar nicht bereit, der ASA die Originalbilder des Fotoshootings zur Verfügung zu stellen. Das dürfte mit ein Grund für die Verbraucher-freundliche Entscheidung der Behörde gewesen sein. hor
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