Großbritannien: Fastfood-Werbung im TV eingeschränkt

Montag, 28. Januar 2008
Für Burger zu werben wird immer schwieriger
Für Burger zu werben wird immer schwieriger

Seit Jahresanfang gelten auch in Großbritannien schärfere Beschränkungen bei der TV-Werbung für Hamburger, Schokoriegel und Co. Bislang durften Produkte mit hohen Anteilen von Salz, Zucker und Fett nicht in Fersehprogrammen beworben werden, die sich an Unter-10-Jährige wenden. Die jetzt geltenden Regeln sind schärfer als eine EU-weite Selbstverpflichtung verschiedener Konzerne, die Kinder unter 12 Jahren nicht mit Werbung ansprechen wollen. Denn Werbung für Chips und Hot Dogs soll in Großbritannien nur noch im Programmumfeld von Serien gezeigt werden, die sich mehrheitlich an Unter-16-Jährige wenden. Ursprünglich wurde sogar ein generelles Werbeverbot bis 21 Uhr diskutiert, um die Kids nicht mit Junkfood-Werbung zu ungesundem Essverhalten zu verleiten. Aufgrund der Vermittlung des Ministeriums für Kultur, Medien und Sport wurde diese radikale Lösung aber zumindest vorerst gestoppt. Die britische Medienaufsicht Ofcom wird allerdings die Auswirkungen der Beschränkungen nach einem halben Jahr überprüfen.

Derweil haben sich Gesundheitsinitiativen zu einem drastischeren Schritt entschlossen. So startete die British Heart Foundation eine drastische Internetkampagne unter dem Titel "Food 4 Thought" Auf der Kampagnensite Junkmonkeys.tv macht die Spielfigur Sick Rick den Kids das Essen von Hamburgern, Hot Dogs und Co. "schmackhaft", in dem er in Spielen und Videos Inhaltsstoffe wie Fett anpreist. Die Gesundheitsorganisation will damit Kinder und Jugendliche vor den Herzinfarktrisiken durch übermäßigen genuss fetthaltiger Produkte warnen. tk

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