Greenpeace legt sich erneut mit Volkswagen an

Donnerstag, 08. September 2011
Das VW-Logo erhielt heute einen ungebetenen Zusatz (Bild: Gordon Welters/Greenpeace)
Das VW-Logo erhielt heute einen ungebetenen Zusatz (Bild: Gordon Welters/Greenpeace)


Es gibt wieder einmal Ärger zwischen Volkswagen und der Umweltorganisation Greenpeace: Diese hat heute am VW-Stammwerk in Wolfsburg ein überdimensionales Transparent mit der Aufschrift "Climate Change made in Germany" angebracht. Der Vorwurf von Greenpeace: VW sperre sich gegen Gesetze zur Reduktion von CO2-Emissionen. Der Autobauer reagierte prompt und wies alle Vorwurfe zurück. Auf die Aktion auf dem Werksgelände reagierte der Konzern mit Unverständnis: "Wir sind erneut verwundert, dass sich Greenpeace mit dieser Aktion gegen Volkswagen richtet. Wir werden in wenigen Tagen auf der IAA in Frankfurt die effizienteste und umweltfreundlichste Fahrzeugpalette präsentieren. Mit dem neuen Kleinwagen up! werden wir dort einen Umwelt-Champion mit einem Ausstoß von lediglich 79 Gramm CO2/km vorstellen. Das ist der beste Beweis für unser verantwortungsvolles Handeln bei der Senkung der CO2-Emissionen",sagte der Leiter der Konzernkommunikation, Stephan Grühsem.

Nun beschuldigen sich beide Seiten, auf stur statt auf Dialog zu schalten. "Auf die Forderungen der unabhängigen Umweltschutzorganisation hat der Konzern bisher aber noch nicht reagiert", erklärt Greenpeace in einer Pressemitteilung. VW hält dagegen: "Wir haben Greenpeace Gesprächsangebote unterbreitet, die bedauerlicherweise nicht angenommen wurden", so Grühsem.

Der Autokonzern und die Umweltschützer bekommen sich in diesem Jahr nicht zum ersten Mal in die Wolle: Im Juni startete Greenpeace die Aktion vwdarkside, in der VW ebenfalls die Blockade von neuen Umweltgesetzen vorgeworfen und der hohe CO2-Ausstoß der VW-Flotte angeprangert wird. Herzstück der Kampagne ist ein Viral, das die Handlung des VW-Spots "The Force" aufs Korn nimmt und das Unternehmen im Stile der Star-Wars-Reihe als böses Imperium darstellt.

Kürzlich setzte die UK-Division der Organisation noch einen drauf und lobte einen Kurzfilmwettbewerb aus. Dessen genaue Agenda gab Greenpeace noch nicht preis, nur so viel: "Es geht um VW!" ire
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