Greenpeace legt nach: Bitterböse Satire gegen RWE

Dienstag, 18. August 2009
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Der Stromriese RWE steht derzeit unter viralem Beschuss. Nachdem bereits ein Clip eines Greenpeace-Sympathisanten den Imagespot des Unternehmens mit kritischen Fakten untertitelte, legt die Umweltschutzorganisation selbst nun mit einer bitterbösen satirischen Abwandlung des RWE-Imagefilms mit dem Energiereisen nach. Verbreitet wird die neuerliche Attacke gegen RWE auf dem Blog von Greepeace und bei Youtube. Der Spot zeigt zunächst einen Ausschnitt aus dem animierten RWE-Imagefilm (Agentur: Jung von Matt/Elbe) mit den freundlichen Riesen. Dann wird in der Greenpeace-Persiflage erkennbar, dass der Spot auf einem Fernseher läuft. Schließlich erweitert sich das Bild in dem von Greenpeace gleichfalls animierten Film und zeigt das TV-Gerät inmitten einer Landschaft von zerstörten Atomkraftwerken.

Untermalt von nervtötenden Alarmsignalen wird dazu der Satz eingeblendet: 15 % des Stroms in Deutschland stammten 2008 aus erneuerbaren Energien." Schließlich zertritt der Fuß eines Riesen den Fernseher. Es folgt der Hinweis "Nur 2 % betrug der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromproduktion von RWE." Der Spot endet mit einer Verballhornung des RWE-Kürzels: "Richtig Wenig Erneuerbare Energien".

"Wir zeigen den Energieriesen in unserem Clip nun, wie er wirklich ist: Nicht ein umher stapfender Klimafreund, der treu sorgend die Umwelt rettet. Sondern ein rücksichtsloses Monster, dass auf Atomkraft und Kohle setzt und die Erneuerbaren Energien mit Füßen tritt", heißt es zum Start des Clips im Greenpeace-Blog.

Der 45-Sekünder soll aber nicht allein das Bild vom freundlichen grünen Riesen RWE konterkarieren. Mit dem Spot startet Greenpeace gleichzeitig auf der Kampagnen-Community GreenAction eine Mitmachaktion, die zur kreativen Bearbeitung von Greenwashing-Aktivitäten der Atomindustrie aufruft. ork
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