Greenpeace-Ranking: Bundesliga-Sponsoren im Öko-Check

Donnerstag, 04. Oktober 2012
So bewertet Greenpeace die 18 Hauptsponsoren der Bundesliga
So bewertet Greenpeace die 18 Hauptsponsoren der Bundesliga

In der Fußball Bundesliga rangieren Hoffenheim, Mainz und Freiburg in den unteren Regionen der Tabelle. Geht es nach Greenpeace, bildet das Trio allerdings die Spitzengruppe der höchsten deutschen Spielklasse: Die Umweltorganisation hat eine Rangliste erstellt, welche die 18 Vereine der Bundesliga nach ökologischer Korrektheit der Hauptsponsoren einteilt. Erschienen ist die Tabelle in der aktuellen Ausgabe des "Greenpeace-Magazins". Der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund übernimmt darin die rote Laterne, weil Hauptsponsor Evonik neue Kohlekraftwerke betreibe, "bekanntlich die übelsten Klimakiller", wie die Umweltschützer schreiben. Tröstlich dürfte für den BVB sein, dass Erzrivale Schalke 04 gerade mal einen Platz besser rangiert: Der russische Energiekonzern Gazprom handelt sich seine schlechte Platzierung ein, weil er in der Arktis Öl fördern will. Auf Platz 16 findet sich ein Verein, der normalerweise bundesweit mit hohen Sympathiewerten aufwarten kann: Werder Bremen. Dem Nordclub wird in der Ökotabelle seine mit viel Getöse begleitete Partnerschaft mit dem Geflügelproduzenten Wiesenhof zum Verhängnis.

Die drei Spitzenreiter überzeugen Greenpeace mit Verzicht auf Kohle, Atomkraft und Gentechnik. An erster Stelle stehen Hoffenheim und dessen chinesischer Hauptsponsor Suntech. Greenpeace attestiert der Solarfirma "hohe Umweltstandards" - dass laut Wirtschaftspresse hierzulande zahlreiche Solarunternehmen Konkurs anmelden, weil die chinesische Konkurrenz den Markt mit Billigprodukten überschwemmt, ist für die Umweltbilanz eines Unternehmens offenbar weniger von Bedeutung.

Auf dem Silberrang liegt Mainz 05 mit dem ebenfalls ökologisch korrekten Sponsor Entega ("obwohl es kein lupenreiner Ökostromanbieter ist"), dahinter folgt der SC Freiburg, der sich von Ehrmann sponsern lässt. Die Molkerei verzichtet laut Greenpeace auf Genprodukte, allerdings sei das Produkt "Monsterbacke" eine Zuckerbombe. ire
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