Greenpeace Energy spricht Möchtegern-Aktivisten an

Freitag, 26. August 2011
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Greenpeace Energy bewirbt seinen Ökostrom jetzt auch auf der ganz großen Leinwand. Mit dem 35-Sekünder, der ab sofort bundesweit in Programmkinos zu sehen ist, versucht die Hamburger Energie-Genossenschaft vor allem neue Zielgruppen zu erschließen. Die Idee für den Film entwickelten Studenten der Leuphana Universität Lüneburg.


Das Commercial von Greenpeace Energy lässt den Zuschauer anfangs eher an eine der berüchtigten Aktionen des Gründungsmitglieds Greenpeace als an einen Energieanbieter denken: Eine Gruppe von Aktivisten macht sich in einem Motorboot auf den Weg, um mal wieder einen japanischen Walfänger zu stoppen oder die Verklappung von Müll zu verhindern. Der Hauptdarsteller in dem Spot kommt leider zu spät - das Boot fährt ohne ihn ab und er bleibt in voller Kampfmontur allein zurück. Als er es schließlich auf eigene Faust versucht, scheitert er kläglich.

An dieser Stelle kommt Greenpeace Energy ins Spiel. "Nicht jeder ist zum Aktivisten geboren", kommentiert der Ökostromanbieter die wenig schmeichelhafte Aktion des Hauptdarstellers. Wie sich die ökologisch interessierten, aber weniger hart gesottenen Verbraucher trotzdem engagieren können, erklärt Greenpeace Energy dann im Abspann: "Stromwechseln kann jeder", lautet die Kernbotschaft der Kampagne. Passend dazu sehen die Zuschauer auf der Leinwand, wie der Hauptdarsteller einen Vertrag bei Greenpeace Energy unterschreibt.

„Die neuen Kinospots zeigen auf witzige Weise, dass nicht jeder in ein Schlauchboot steigen oder vor einem Atomkraftwerk demonstrieren muss, um sich für die Energiewende einzusetzen“, sagt Robert Werner, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Ein erster, wichtiger Schritt kann schon der Wechsel zu einem ökologischen Energieanbieter sein.“

Der 35-Sekünder ist eines von insgesamt vier Commercials, die Studenten der Leuphana Universität Lüneburg im Rahmen eines Seminars entwickelten. Geleitet haben das Seminar die Filmemacher Vivian Pieper und Johannes Bünger von Autoren Pieper & Partner in Lüneburg. Die übrigen Filme werden über Social Media Plattformen wie Facebook verbreitet. mas
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