Grammy-Auftritt: Justin Timberlake versucht sich als Einheizer für Anheuser-Busch

Montag, 11. Februar 2013
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Vergangene Woche war es der Super Bowl, am Sonntag die Verleihung der 55. Grammy Awards in Los Angeles, die die Amerikaner vor die Fernsehgeräte trieb. Anheuser-Busch InBev nutzte das Spektakel erneut für eine aufmerkamkeitsstarke Werbeaktion: Der weltgrößte Brauereikonzern trommelte gestern in einem 60-Sekünder für die Biermarke Bud Light Platinum, die im vergangenen Jahr beim Super Bowl 2012 ihre Premiere gefeiert hatte. Im aktuellen Auftritt soll nun Justin Timberlake für Aufmerksamkeit sorgen. Den Musiker hat die Marke allerdings nicht nur als Werbegesicht, sondern auch als Kreativdirektor angeheuert. Er soll der Marke sowohl musikalische Impulse geben als auch am Markenimage mitarbeiten. Das verkündete Budweiser-CMO Paul Chibe Ende letzter Woche. Damit setzt Chibe die Strategie, die Kernmarken des Konzerns stärker mit Musik und Lifestyle aufzuladen, konsequent fort. Unterstützt wird er dabei von der Agentur Translation, die dem ehemaligen Musik-Manager Steve Stoute gehört und an der Rapper Jay-Z beteiligt ist.

Ein erstes Ergebnis der neuen Zusammenarbeit mit Timberlake gab es dann gestern abend zu sehen. Der Clip ist ganz in schwarz-weiß gehalten, zeigt ein Paar, das sich auf einen perfekten Abend vorbereitet und promotet so ganz nebenbei Timberlakes neue Single "Suit & Tie".

Eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten, wenn die Strategie aufgeht. Nach den Daten der Symphony IRI Group belegte Bud Light Platinum Ende 2012 den 14. Platz auf dem amerikanischen Biermarkt. Mit Timberlake sollte, so die Hoffnung der Markenstrategen, noch etwas mehr drin sein. Die Kosten für einen 30 Sekunden lagen in diesem Jahr zwischen 850.000 und 900.000 Dollar. Das sind bis zu 12 Prozent mehr als 2012. mir

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