"Gottloses Biest": Miracel Whip entgeht dem Scheiterhaufen

Freitag, 24. Februar 2012
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Es muss nicht immer das Sujet der pfiffigen Familie sein, deren Kartoffelsalat mit Miracel Whip so viel besser schmeckt als mit herkömmlicher Mayonnaise. Dass es auch mit einem ungewöhnlichen Storytelling geht, beweist McGarry Bowen in Chicago mit ihrer US-Kampagne für die Kraft-Marke. Für den Auftritt steigt die US-Agentur in die Zeitmaschine und dreht die Uhr ins vorige Jahrtausend zurück, als die Hexenverfolgung vielerorts noch an der Tagesordnung war. Eines der beiden Commercials schaltet Kraft während der Oscar-Verleihung, der zweitteuersten Werbezeit in den USA. In dem von Park Pictures unter der Regie des hochdekorierten Dänen Joachim Back produzierten Spot "Witchhunt", der am Sonntag TV-Premiere auf ABC feiert, geht ein wütender Mob auf Hexenjagd. Mit Fackeln in den Händen stürmen sie durch den Wald zu einem Haus. "Wir kommen wegen dem unreinen, gottlosen Biest. Das mit den roten Zeichen, dass auf deinem Tisch sitzt", poltert die Meute. Es ist allerdings keine verdächtig wirkende Frau, die diese im Auge hat.

Im zweiten Commercial mit dem Titel "Village" spielt die Agentur eine Szene aus dem Roman "The Scarlet Letter" von Nathaniel Hawthorne aus dem Jahre 1850 nach. Auf dem Dorfplatz wird eine junge Frau von wütenden Bewohnern gestellt. Auch sie trägt die roten Zeichen. Während alle auf sie einhacken, bekommt sie unerwarteten Beistand vom Reverend. Sein "Beweis" versetzt die Leute erst einmal in einen Schockzustand.

Die Kernfrage in den Werbeclips: "Du hasst Miracel Whip, aber hast du es überhaupt schon probiert?" Gedreht wurde in Rumänien unter der Leitung von Dave Reger, Group Creative Director von McGarryBowen. Zum Kampagnenpaket gehören außerdem Printanzeigen und Plakate sowie Online-Maßnahmen. Medienberichten zufolge plant Kraft, die Spots ab Sommer auch im Kino zu schalten. In Deutschland wird Miracel Whip kreativ von Draft FCB betreut. jm
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