Google, Samsung, Lego und Henkel sind die Best Brands 2010

Donnerstag, 11. Februar 2010
Die Sieger der Best Brands 2010
Die Sieger der Best Brands 2010
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LEGO Google Samsung Showact Stromberg Bayerischer Hof München


Es war ein rauschendes Fest, trotz Schneefall und ausgefallenem Showact Stromberg. Google, Samsung, Lego und Henkel sind die Gewinner der diesjährigen Best Brands. Rund 450 Gäste waren gestern Abend in den Bayerischen Hof nach München gekommen, um den Vorzeigemarken die Ehre zu erweisen. Anders als die meisten Marketingpreise entscheidet bei den zum siebten Mal verliehenen Awards nicht eine Jury über Sieg und Niederlage, sondern die Beliebtheit der Marken beim Verbraucher in Kombination mit dem wirtschaftlichen Erfolg - ermittelt von der Gfk. Die Marktforscher aus Nürnberg gehören gemeinsam mit Serviceplan, Markenverband, IQ Media Marketing, Pro Sieben Sat 1 Group sowie der „Wirtschaftswoche" zu den Initiatoren des deutschen Markenrankings.

Wie im Vorjahr kürten die Verbraucher Google zur besten Unternehmensmarke. Ungeachtet aller Angriffe aus der Politik und von Datenschützern erfreut sich das Such- und Find-Unternehmen bei den Verbrauchern größter Beliebtheit. Zum zweiten Mal hintereinander und zum dritten Mal insgesamt sicherte sich Google den ersten Platz, vor den beiden PS-Marken Audi und Volkswagen. „Das Votum der Nutzer unterstreicht unseren konsequenten Fokus auf die Bedürfnisse der Anwender. Wir werden auch künftig unsere Marke, Innovationen und Handeln an dem ausrichten, was essentiell für uns ist - das Vertrauen der Nutzer in Google und ihre Begeisterung für unsere Produkte", sagt Philipp Schindler, Google-Chef für Nord- und Zentraleuropa. Dies sind keine leeren Worte, wie man spätestens seit gestern morgen weiß. Die Top-Marke will seinen E-Mail-Dienst zur Universalplattform ausbauen und mit Google-Buzz nichts anderes als Facebook und Twitter angreifen.

Auf Wachstumskurs befindet sich auch der Elektronikriese Samsung. Der Sieger in der Kategorie „Beste Wachstumsmarke" - vor Acer und Punica - schaffte im vergangenen das Kunststück seinen Gewinn um 75 Prozent auf umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro zu steigern. Für 2010 rechnet der weltgrößte TV-Hersteller und die Nummer 2 unter den Mobiltelefonproduzenten mit einer weiter steigenden Rendite. Es sind vor allem drei Pfeiler, auf denen das Geschäft ruht: Produktstrategien, Innovationen sowie eine stringente Kommunikation. Georg R. Rötzer, Head of Marketing bei Samsung in Deutschland, drückt diese Werte in drei Wörtern aus. „Leidenschaft für Höchstleistung". Im vergangenen Jahr etablierte der südkoreanische Elektronikriese etwa mit LED TV eine neue TV-Kategorie in Deutschland. Jetzt bringt Samsung 3D-fähige LED-Geräte auf den Markt.

Nicht weniger erstaunlich ist die Geschichte von Lego, der besten Produktmarke 2010. Bereits zum siebten Mal in Folge wählten die Verbraucher den Spielwarenhersteller unter die Top Ten. In diesem Jahr platzierte sich die Marke vor Miele und Nivea. Stand Lego vor sechs Jahren noch fast vor dem Aus, kletterte 2009 der Umsatz in Zentraleuropa um 14 Prozent auf 265,5 Millionen Euro. Für 2010 peilt der Bauklötzchenhersteller ein Wachstum zwischen fünf und zehn Prozent an. Warum sich Lego auf der Erfolgsspur befindet, erklärt Christian Korbes, Vice President Marketing Lego Zentraleuropa, ganz einfach. „Wir werden von den Eltern gemocht und den Kindern gewollt."

Neu in diesem Jahr ist der Award für die Beste Nachhaltigkeitsmarke aus Sicht von Entscheidern. Der Konsumgüterriese Henkel landet hier vor Linde und BMW. Für Christian-André Weinberger hat das Thema Zukunft. „Nachhaltigkeit ist der Treiber für Innovationen der nächsten Dekade und entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb", sagt der Corporate Senior Vice President und Global Chief Marketing Officer der Wasch-/ Reinigungsmittel-Sparte. Der bewusste Umgang mit Ressourcen und der Umwelt gehört für Henkel daher fest zur Unternehmensphilosophie.
Durch den Abend, den Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück eröffnete, führte Moderatorin Sonya Kraus. Die künstlerischen Akzente setzten die norwegische Sängerin Marit Larsen sowie Oliver Pocher. Der Moderator und frisch gebackene Vater sprang spontan für den im Schnee steckengeblieben Kollegen Christoph Maria Herbst ein. Wie immer frech und manchmal hart an der Grenze. Der Stimmung im Saal schadete das aber nicht. mir
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