Globale Werbeausgaben stiegen 2008 um 1,5 Prozent

Montag, 20. April 2009
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Die weltweiten Werbeaufwendungen sind 2008 trotz der beginnenden Wirtschaftskrise um 1,5 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Global Ad View Pulse, dem Werbetrendbericht des Marktforschungsunternehmens Nielsen, hervor. Vor allem das starke Wachstum im Asien-Pafizik-Raum mit einem Plus von 7,7 Prozent habe zu dem weltweiten Wachstum beigetragen. In den USA und Europa waren die Werbeausgaben dagegen mit jeweils 2,5 Prozent rückläufig. Den höchsten Rückgang musste Spanien mit einem Minus von 14,1 Prozent verzeichnen, gefolgt von Südkorea (minus 7,5 Prozent) und Taiwan (minus 7,2 Prozent). Vor allem im 4. Quartal schwächten sich die Werbeausgaben durch die Wirtschaftskrise deutlich ab. "Die Werbewirtschaft wurde von der wirtschaftlichen Situation mit am härtesten getroffen. Daher stellen die Verluste im vierten Quartal keine Überraschung dar", so Ben van der Werf, Geschäftsführer von Global AdView von The Nielsen Company. "Dennoch haben die Auswirkungen der Olympischen Spiele und die Präsidentschaftswahl in den USA die negativen Tendenzen des letzten Quartals etwas ausbalanciert."

Bei den einzelnen Mediengattungen muss Print die Hauptlast der Wirtschaftskrise tragen - Zeitschriften verzeichneten weltweit ein Minus von 6,3 Prozent und Zeitungen ein Minus von 2,8 Prozent. TV und Radio stiegen im Gegensatz dazu um plus 4,2 Prozent beziehungsweise plus 0,4 Prozent.

Bei den Werbeausgaben reduzierten die wichtigen Branchen Automobil, Konsumgüter, Finanzen und Telekommunikation ihre Spendings. "Die Werbeeinsparungen der Branchen Automobil, Finanzen und Telekommunikation sind nicht überraschend, da diese stärker von der wirtschaftlichen Krise betroffen wurden als andere," so van der Werf.

Top Spender 2008 war Procter & Gamble vor dem angeschlagenen Automobilriesen General Motors und Unilever. Mit Volkswagen auf Platz 10 und T-Mobile auf Platz 20 finden sich auch zwei deutsche Unternehmen in den Top 20 der weltweit größten Werbungtreibenden. dh
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