GfK-Studie: Markenbindung der Deutschen sinkt weiter

Donnerstag, 05. Oktober 2000
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GfK Markenbindung Markenartikel Deutschland


Die deutschen Konsumenten sind weniger auf Markenartikel fixiert und achten stärker auf den Preis als noch vor einigen Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die GfK-Studie "Verbraucher 2000". Besonders betroffen von der Sparsamkeit ist der Lebensmittelhandel. So gaben 63 Prozent der befragten Haushaltsvorstände an, die meisten Lebensmittel bei besonders günstigen Händlern einzukaufen. Vor rund zehn Jahren taten dies noch 10 Prozent weniger. Die zunehmende Angebotsvielfalt hat zudem dazu geführt, dass die Markentreue der Deutschen in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Der Anteil der Markentreuen ist in den vergangenen zehn Jahren von 66 Prozent auf 60 Prozent zurückgegangen. Demgegenüber hat sich das Image der preisgünstigen Handelsmarken in den vergangenen sechs Jahren verbessert. So meinen derzeit sieben von zehn Befragten, diese Produkte seien den Markenprodukten ebenbürtig. 1994 waren 53 Prozent der Befragten dieser Meinung. Positiv entwickelt sich nach der GfK-Studie aber das Konsumklima: Für die erste Hälfte 2001 erwartet das Institut eine Zunahme des privaten Verbrauchs um 2,6 Prozent. Die Studie "Verbraucher 2000" wird seit 1984 regelmäßig durchgeführt. Sie informiert unter anderem über Bevölkerungsentwicklung und gesellschaftlichen Wandel, Besitzverhältnisse, Wohnsituation, Sparverhalten, Konsumverhalten und Reisen. Die aktuelle Erhebung stammt von Mai dieses Jahres. Befragt wurden 2555 repräsentativ ausgewählte Haushaltsvorstände in Deutschland.
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