GfK-Studie: Führungskräfte werden zu gut bezahlt

Montag, 17. Juni 2002
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Topmanager verdienen definitiv zu viel. Dies glaubt ein Drittel der europäischen Bevölkerung. Weitere 36 Prozent sind der Meinung, dass die Führungskräfte "etwas zu viel" verdienen. So lauten einige Ergebnisse einer von der GfK in Nürnberg in Kooperation mit "The Wall Street Journal Europe" durchgeführten Umfrage. Dabei wurden mehr als 13.000 Personen in 14 europäischen Ländern befragt, davon rund 10.000 in Westeuropa. In Dänemark weicht die Einschätzung stark von der europäischen Meinung ab. Hier glauben immerhin 63 Prozent der Befragten, dass Topmanager "nicht genug beziehungsweise angemessen" verdienen. Auch sonst geben sich die Dänen sehr optimistisch: 60 Prozent der dänischen Teilnehmer sind davon überzeugt, dass sich Führungskräfte um die Interessen ihrer Aktionäre kümmern. Immerhin 37 Prozent bescheinigen den Topmanagern, sie würden sich um die Interessen ihrer Angestellten kümmern. Dagegen ist die gesamteuropäische Meinung weniger positiv: Nur 21 Prozent der Teilnehmer sind der Überzeugung, Führungskräfte kümmerten sich um ihre Angestellten. Vielmehr glauben 83 Prozent der Befragten, dass primär ihre eigenen Interessen im Vordergrund stehen. Nur 21 Prozent der Teilnehmer sind der Überzeugung, dass die meisten Führungskräfte ehrlich sind.
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