GfK-Studie: Der wirtschaftliche Aufschwung lässt auf sich warten

Montag, 03. Februar 2003

Den Verbrauchern fehlt der Glaube an einen wirtschaftlichen Aufschwung angesichts der schwachen konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung, innenpolitischen Kontroversen und der Ungewissheit über den Ausgang des Irakkonflikts. Das ist der Tenor der im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführten GfK-Konsumklimastudie im Januar 2003. Befragt wurden rund 2000 repräsentativ ausgewählte Personen. Gegenüber 2002 sank der Indikatorwert der Konjunkturerwartung im Monat Januar erneut um knapp drei Punkte auf 29,2. Dieser Wert ist inzwischen auf dem gleichen Niveau wie in den Rezessionsjahren 1992/93 und 1996/97.

Besonders schwer wiegt die weiter steigende Arbeitslosigkeit. Zusätzlich schmälert das gesamtwirtschaftliche Wachstum von 0,2 Prozent im Jahr 2002 die Stimmung im Volk. Der Indikator der Anschaffungsneigung stieg seit Dezember wieder um 13 Punkte und im Januar um 10 Punkte an. Damit liegt der aktuelle Wert trotzdem nur bei minus 31. Laut Studie wird das allgemeine Konsumklima noch mindestens bis zur Jahresmitte schwach bleiben; die Entwicklung danach ist aufgrund vieler wirtschaftlicher und politischer Ungewissheiten schwer einzuschätzen.
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