GfK: Konsumklima erwärmt sich

Donnerstag, 25. März 2010
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Das Konsumklima in Deutschland erwacht langsam aus seinem Winterschlaf. Sowohl die Einkommens- als auch die Konjunkturerwartung der Deutschen verbessern sich. Damit ist die Talfahrt im Konsumklima-Index der Gesellschaft für Konsumforschung nach fünf Monaten erstmals gestoppt. Ob mit dem Wert von 3,2 Punkten allerdings langfristig der Frühling ausbricht, bleibt abzuwarten. Denn nicht alle Indikatoren entwickeln sich positiv. So verzeichnet die Anschaffungsneigung ein leichtes Minus von 0,8 Prozentpunkten. Ein Grund zur Panik ist das dennoch noch nicht. Der Zähler liegt immer noch bei 23,4 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 13,9 Prozent. Vor allem die hohen Benzinpreise machen die GfK-Marktforscher für den Rückgang verantwortlich.

Rechnen die Verbraucher in den kommenden Wochen weiter mit steigenden Preisen, so erwarten die Bundesbürger gleichzeitig steigende Einkommen. Der Indikator bei der Einkommenserwartung kletterte moderat um 1,5 Punkte auf einen Wert von 13,5 Punkten. Zwei Ursachen sind dafür verantwortlich: Zum einen bricht der Arbeitsmarkt nicht so stark ein wie vor Monaten befrüchtet. Zum anderen verbessern die Kindergelderhöhung und die volle Absetzbarkeit der Beiträge zur Krankenversicherung die Stimmung.

Und auch bei den Konjunkturaussichten blicken die befragten Verbraucher zuversichtlich in die Zukunft. Ein Plus von 10 Punkten kompensiert die Rückgänge der vergangenen Monate. Mit 4,5 Zählern ist der Indikator wieder positiv. Trotzdem bleibt die GfK insgesamt skeptisch und damit bei ihrer Prognose, wonach "der Konsum keinen wesentlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten wird." mir
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