GfK: Konsumklima erleidet leichten Dämpfer

Mittwoch, 27. April 2011
GfK: Höhere Preise und Japan belasten die Konjunktur
GfK: Höhere Preise und Japan belasten die Konjunktur

Die Stimmung der Verbraucher lässt im April zu wünschen übrig. Wie die GfK meldet, kann die Anschaffungsneigung zwar ihr gutes Niveau nahezu halten. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung ist allerdings zurückgegangen. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 5,9 Punkten im April für Mai einen Wert von 5,7 Punkten. Laut GfK ist die Kauflaune der Deutschen ungetrübt. Die Anschaffungsneigung weist mit 34,2 Punkten fast exakt den gleichen Wert auf wie im Vormonat, als 34,3 Zähler erreicht wurden. Im Vorjahresvergleich verzeichnet der Indikator ein Plus von knapp 13 Punkten.

Die Einkommenserwartung liegt im April dagegen mit 5,5 Punkten im Minus. Mit aktuell 35 Zählern liegt der Indikator trotzdem noch immer deutlich über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Die Konjunkturerwartung muss nach etwas stärkeren Verlusten im Vormonat im April vergleichsweise moderate Einbußen hinnehmen. Das Minus in diesem Monat beträgt 2,2 Punkte. Damit weist der Indikator aktuell 47,3 Zähler auf. Das Niveau ist nach Angaben der Marktforscher trotz des leichten Rückgangs aber immer noch ausgesprochen hoch. Dies belegt auch der Vorjahresvergleich, der ein Plus von knapp 25 Zählern zeigt.

Begründet wird die etwas schlechtere Konjunktur- und Einkommensstimmung mit höheren Preisen, der Atomkatastrophe in Japan sowie mit den sich ausweitenden politischen Unruhen in Nordafrika und Nahost. mas
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