GfK: Konsumklima bleibt stabil

Mittwoch, 23. Juni 2010
Die Konjunkturerwartung steigt laut GfK wieder an
Die Konjunkturerwartung steigt laut GfK wieder an

Das sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus: Das Konsumklima wird sich im Juli nach einem kleinen Rückgang im Vormonat mit einem Wert von 3,5 Punkten wieder stabiler zeigen. Die Konjunkturerwartung der Bundesbürger klettert auf einen Wert von 5,5 Zählern. Und die Deutschen wollen einkaufen. Die Anschaffungsneigung der Deutschen liegt bei 30,4 Punkten. Das ist der höchte Wert seit September 2009. Vor allem die Fußball-Weltmeisterschaft erweist sich als Treiber. So verkaufen Media-Markt und Co in den vergangenen Wochen mehr Flachbildfernseher. Allein  in der letzten Mai-Woche lag der Umsatz 58 Prozent über dem der Vorjahreswoche.

Doch die eigentliche Botschaft beim aktuellen Konsumklima-Index der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg (GfK) liegt im Detail.  Bei der Einkommenserwartung sind die Bundesbürger deutlich skeptischer als bisher. Zum zweiten Mal in Folge sinkt der Zähler auf einen Wert von 8,2 Punkten, gegenüber dem Vormonat ist das ein Rückgang von 15,5 Punkten.

Das könnte zur Folge haben, dass die Deutschen künftig zurückhaltender konsumieren. Vor allem zwei Punkte verunsichern die Verbraucher. Die Diskussionen um Sparpakete, um die öffentlichen Haushalte zu sanieren. Und die geplante Einführung der Kopfpauschale im Gesundheitswesen. Die Konsumenten erwarten, dass vor allem sie hier die finanziellen Lasten zu tragen haben.

Zudem rechnen sie mit einer steigenden Inflation. Sie fürchten, dass ihre Kaufkraft abnimmt. 24 Prozent der Deutschen sehen laut der Studie "Challenges of Europe" in der Preis- und Kaufkraftentwicklung die größte Herausforderung für die Politik. Im vergangenen Jahr waren es nur 13 Prozent.  mir
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