GfK-Frischepanel belegt reduzierten Fleischkonsum

Donnerstag, 18. Januar 2001

Unter der BSE-Krise leidet der gesamte Fleischmarkt. Das Frischepanel der GfK vom November 2000 belegt einen Rückgang der Nachfrage von 41 Prozent bei Rindfleisch und 10 Prozent bei Schweinefleisch gegenüber November 1999. Insgesamt schrumpfte der Fleischmarkt in der letzten Novemberwoche um 28 Prozent gegenüber der gleichen Woche des Vorjahres. Der Konsum von Wurst sank im Sog der Krise derweil um 17 Prozent.

Am 24. November war in Schleswig-Holstein der erste deutsche BSE-Fall bekannt geworden. Die Rindfleischflaute betraf vor allem die Verbrauchermärkte. Dort ging der Absatz um bis zu 73 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt zurück. Metzgereien verkauften ebenfalls sehr viel weniger Rindfleisch, konnten den Verlust aber durch eine steigende Nachfrage nach Schweinefleisch wenigstens teilweise ausgleichen.

Die meisten Verbraucher griffen jedoch auf Geflügel zurück. In der letzten Novemberwoche 2000 lag der Konsum um 17 Prozent höher als ein Jahr zuvor. BSE verschlägt den Deutschen nicht gleichermaßen den Appetit auf Rindfleisch: Im Norden ging der Haushaltskonsum an Rindfleisch spontan um fast 80 Prozent zurück, in der Mitte sank er um 40-60 Prozent, in Baden-Württemberg um 30 Prozent.
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