Getränke-Industrie startet Informationsoffensive

Donnerstag, 11. Januar 2007

Mit einer freiwilligen Ausweisung detaillierter Nährstoffangaben auf den Getränkeverpackungen wollen die Abfüller von Limonaden und Cola-Getränken staatlichen Kennzeichnungssystemen zuvorkommen. Künftig wollen die Hersteller Angaben bezogen auf den Tagesbedarf - sogenannte GDA (Guideline Daily Amount) machen. "Wir befürchten die Einführung diskriminierender Kennzeichnungssysteme von Seiten der Politik, wie das "Ampelsystem", das in Großbritannien seit geraumer Zeit verwendet wird", so Martin Möller, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke. Ein solches Ampelsystem führt nach Ansicht der Branche zu einer Einteilung in "gute" und "schlechte", "erlaubte" und "verbotene" Lebensmittel und damit insgesamt zu einer Diskriminierung von Lebensmitteln. Darüber hinaus seien die verwendeten Ampelfarben: rot - gelb - grün - für den Konsumenten vollkommen ungeeignet, die vielschichtige Sachlage zu erfassen. Der europäische Dachverband der Erfrischungsgetränke- Industrie Unesda hat in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (WAFG) und den Verbänden und Unternehmen in den anderen Mitgliedstaaten ein spezielles Kennzeichnungsschema für Erfrischungsgetränke entwickelt, das folgende Elemente beinhaltet: Auf der Vorderseite der Verpackung stehen Angabe der GDA für Energie (Kilokalorien) bezogen auf eine Portion. Zudem erfolgt eine Angabe der GDA für Energie sowie alle Nährstoffe, die in der Diskussion um die öffentliche Gesundheit stehen (Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker, Natrium) auf der Rückseite der Verpackung. ork

Meist gelesen
stats