Gescheiterter Kirch-Deal: DFL klagt gegen Bundeskartellamt

Dienstag, 27. Januar 2009
DFL-Präsident Reinhard Rauball
DFL-Präsident Reinhard Rauball

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht juristisch gegen das Bundeskartellamt vor. Grund ist die Ablehnung der DFL-Vermarktungspläne für die TV-Rechte an der Bundesliga durch die Behörde. Wie DFL-Präsident Reinhard Rauball am Montag ankündigte, wird der Dachverband der 36 Profivereine "zeitnah" beim Oberlandesgericht Düsseldorf Klage gegen das Bundeskartellamt einreichen. Dazu habe sich die DFL nach einer mehrwöchigen Prüfung entschlossen.

Im Sommer 2008 entschieden die Kartellwächter, dass eine Highlight-Verwertung von Bundesligabegegnungen samstags zwischen 18 und 20 Uhr im Free-TV gezeigt werde müsse. Dadurch war der lukrative Deal mit Sirius, dem Rechte-Vermarkter von Leo Kirch, gescheitert. "Wir werden und müssen Klage einreichen", so Ligapräsident Rauball. Das Urteil des Kartellamts sei „eine Rechtsmeinung, die den Profifußball auf Dauer behindert." mas
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