Geschäftsreisemarkt wird weiter steigen

Donnerstag, 21. Februar 2002

Trotz der Anschläge vom 11. September und der anhaltenden Konjunkturflaute soll der Geschäftsreisemarkt in diesem Jahr um 3 Prozent steigen. Dies geht aus dem aktuellen "Geschäftsreiseklima 2002" der "Wirtschaftswoche" hervor, für das die Nürnberger Marktforscher der GfK im Januar 125 Travel-Manager beziehungsweise Führungskräfte der Top 500-Unternehmen sowie 80 Geschäftsreisende befragt haben.

Travel-Manager aus den Branchen Chemie und Dienstleistung erwarten sogar ein überdurchschnittliche Wachstumsraten von 4 Prozent. In Bezug auf die Transportkosten, die den größten Teil der Reisekosten ausmachen, prognostizieren die Mehrzahl der Befragten für 2002, steigenden Preise für Flugreisen und Mietwagen. Als Gründe nennen sie höhere Kosten für Energie und Sicherheit.

Das Jahr 2001 war geprägt von den Anschlägen in den USA: 28 Prozent der befragten Travel-Manager gaben an, dass die Reisehäufigkeit nach dem 11. September zurückgegangen sei. Den stärksten Rückgang mussten die Airlines hinnehmen. 34 Prozent der Travel-Manager bestätigten, dass das Aufkommen für Flugreisen in ihrem Unternehmen zurückgegangen ist. Demgegenüber gab jedoch nur jeder 10. Reisende an, weniger mit dem Flugzeug zu reisen.

Die Verteilung auf die Transportmittel ist trotz dieser Entwicklung nahezu gleich geblieben: Den größten Brocken im Bereich Verkehrsmittelkosten verbuchte 2001 das Flugzeug (49 Prozent), gefolgt von Firmen- und Dienstwagen (16 Prozent) und der Bahn (15 Prozent).
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