Gericht bremst auch zweite Rabatt-Aktion von C&A aus

Freitag, 04. Januar 2002

Das Landgericht Düsseldorf hat der Handelskette C&A einen weiteren Strich durch ihre zweite Werbeoffensive zur Euro-Einführung gemacht. Am Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen in Anzeigen in zahlreichen Tageszeitungen, dass sie allen Kunden, die ihre Ware bis Samstag dieser Woche bargeldlos bezahlen, einen Rabatt von 20 Prozent einräumen wird.

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg sah darin einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und erwirkte gestern eine einstweilige Verfügung gegen die Aktion und die damit verbundene Kommunikation. Um dieses Verbot zu umgehen, weitete C&A die Aktion kurzerhand auf alle Zahlungen - ob bar oder per Karte - aus.

Das Landgericht Düsseldorf hat auf Antrag der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs nun auch dies untersagt und belegt den Konzern mit einer erneuten einstweiligen Verfügung. Bei Zuwiderhandlung droht dem Konzern eine Ordnungsstrafe von 250.000 Euro.
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