Geldstrafe: Irreführende Sommerkampagne kommt Fiat teuer zu stehen

Freitag, 14. Dezember 2012
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Mit der diesjährigen Sommerkampagne traf Fiat ganz sicher den Nerv der italienischen Verbraucher. In TV-Spots und auf Printanzeigen versprach der Autobauer Käufern eines Fiat-Modells eine dreijährige Festpreisgarantie von einem Euro je Liter Kraftstoff. Ein Anreiz, der sich angesichts des aktuellen Preises von 1,75 Euro für einen Liter Super-Benzin durchaus sehen lassen kann. Für Fiat geht der Schuss jetzt allerdings nach hinten los. Wegen irreführender Werbung muss der Konzern eine empfindliche Geldstrafe zahlen.

Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf den "Motor-Informations-Dienst" berichtet, wurde Fiat von der Antimonopolbehörde in Rom zu einer Geldnuße in Höhe von 200.000 Euro verdonnert. Aus Sicht der Kartellwächter handelt es sich bei den von Stammbetreuer Leo Burnett in Turin entwickelten TV-Spots und Anzeigen um unlautere Werbung, da die Angaben unvollständig und nicht klar genug dargelegt gewesen seien.

Zuvor hatte bereits die Verbraucherschutzvereinigung Unione Nazionale Consumatori Fiat vorgeworfen, wichtige Details zu verschweigen. So ist die dreijährige Festpreisgarantie limitiert und wird nur bis zu einer jährlichen Litergrenze gewährt. Zudem können Fiat-Käufer nur an bestimmten Tankstellen des Kraftstoffanbieters Ip zu vergünstigten Konditionen tanken. Hinzu kommt, dass Käufer eine Kundenkarte vorweisen müssen. Zu guter Letzt wurde von der Behörde moniert, dass das Angebot nicht für den Erwerb von Gas/Benzin-Fahrzeugen gilt.

Fiat hält die Vorwürfe für unbegründet und verweist darauf, dass die Bedingungen auf der Firmen-Homepage und bei den Vetragshändlern ausführlich erläuert worden seien. mas
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