Gehalts-Ranking: Roger Federer verdrängt David Beckham vom Thron

Donnerstag, 22. Juli 2010
David Beckham als Werbebotschafter für Yahoo
David Beckham als Werbebotschafter für Yahoo

Das Jahr 2010 bringt für David Beckham nicht viel Gutes. Zuerst macht ihm eine gerissene Achillessehne die Teilnahme an der Fußball-WM in Südafrika zunichte. Als "Maskottchen" auf der Bank musste er dann die dramatische 4:1-Schlappe des englischen Nationalteams gegen Deutschland mit ansehen. Die aktuelle Nachricht dürfte Beckham auch nicht in Jubelstürme ausbrechen lassen. Im Ranking der bestverdienenden europäischen Sportler rutscht er von Platz 1 auf den 3. Rang ab. Der neue Mann an der Spitze: Tennis-Profi Roger Federer. Das meldet das US-Sportmagazin "Sports Illustrated". Demnach hat Federer, der im vergangenen Oktober eine langjährige Partnerschaft mit dem Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli eingegangen ist, zwischen Juli 2009 und Juni 2010 knapp 62 Millionen Dollar verdient, Beckham kommt auf 40,5 Millionen Dollar. Dazwischen schiebt sich Lionel Messi. Der Argentinier, der beim spanischen Erstligisten FC Barcelona seine Brötchen verdient, streicht 44 Millionen Dollar ein - unter anderem dank Werbedeals mit Pepsi und Adidas. Für die Ermittlung der Einnahmen zog Sports Illustrated neben dem Jahresgehalt auch Siegprämien, Extra-Zahlungen, Werbeeinnahmen und Antrittsgagen heran.

Beckham, unter anderem Testimonial für Adidas und Yahoo, musste seinen Posten als Werbebotschafter für das italienische Modelabel Emporio Armani an Cristiano Ronaldo abtreten. Portugals Starkicker reicht dieser Job jedoch nicht, um im Ranking an Beckham vorbeizuziehen. Bei ihm stehen 40 Millionen Euro zu Buche.

Aus deutscher Sicht sorgt das Ergebnis eher für Ernüchterung. Als einziger deutscher Sportler kann sich Basketball-Profi Dirk Nowitzki unter den Top 20 platzieren. Der NBA-Spieler der Dallas Mavericks liegt mit einem Einkommen von rund 24 Millionen Euro auf Platz 13.

Das Ranking der bestbezahlten US-Sportler führt überraschenderweise erneut Tiger Woods an. Der Golfer kommt auf 90,5 Millionen Dollar - allein 70 Millionen davon sind Sponsoringeinnahmen (u.a. Nike, EA Sports). Und dass, obwohl ihn außereheliche Sex-Affären zahlreiche Werbeverträge wie beispielsweise von Accenture, AT&T und Gatorade gekostet hatten. jm
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