Gastfreundlicher Orient: Fastfood-Kette nimmt Angela Merkel Huckepack

Montag, 18. Juni 2012
Im Libanon kommt Angela Merkel offensichtlich gut an
Im Libanon kommt Angela Merkel offensichtlich gut an


In Griechenland würde die Begriffspaarung Angela Merkel und Euro kaum für größere Willkommensgrüße sorgen, aber zumindest im Libanon kann sie auf einen freundlicheren Empfang zählen - solange sie eine Filiale der Fastfoodkette Zaatar w Zeit besucht. Das suggeriert zumindest die von der Beiruter Agentur Nineteen84 entwickelte Printkampagne anlässlich der Fußball-Europameisterschaft. Die Logik hinter der Kampagne: Im Libanon zeigt man seine Unterstützung für seine Führungspersönlichkeiten, indem man sie auf den Schultern trägt. Die Fastfoodkette will seine Unterstützung für die EM-Teilnehmer zeigen und gleichzeitig seine eigene Kundenorientierung kommunizieren, indem sie Persönlichkeiten des europäischen öffentlichen Lebens stellvertretend für die jeweilige Fußballnation ehrt. Neben Merkel dürfen daher auch Prinz Charles und der neue französische Präsident Francois Hollande auf den Schultern der Zaatar-Mitarbeiter Platz nehmen.

Das gewählte Werbethema mag auf den ersten Blick überraschend erscheinen, da Libanon nicht mit einem Team an der Europameisterschaft beteiligt ist. Allerdings ist Fußball besonders für die arabische Jugend ein extrem relevantes Thema. Insbesondere im europäisch orientierten Libanon dürften viele Fans bei den Spielen in Polen und der Ukraine mitfiebern. cam
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