GMX steigt mit Millionenkampagne in die Werbung für De-Mail ein

Mittwoch, 08. Mai 2013
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Der E-Mail-Dienstleister GMX hat eine der größten TV-Kampagnen in seiner Geschichte gestartet: Nach der Konzernschwester Web.de ist die United-Internet-Tochter nun auch die in die Werbung für die digitale Briefadresse De-Mail eingestiegen. Vielen Betrachtern dürfte der Spot bekannt vorkommen: Er steht unter dem Motto "Die Gedanken sind frei" und orientiert sich an dem Auftritt aus dem Jahr 2005, als GMX ein Hohelied auf die moderne Kommunikation sang. Damals wie heute schweben Menschen schwerelos durch verschiedenste Szenerien, während im Hintergrund ein Kind das bekannte Volkslied "Die Gedanken sind frei" singt. Die dabei verwendeten Vignetten sind die selben wie 2005, sie wurden lediglich anders arrangiert. Auch die aktualisierte Kampagne soll eine Metapher für den freien Gedankenaustausch sein und laut GMX "die Bedeutung des Datenschutzes bei der digitalen Kommunikation" betonen - wobei dem Kunden auch sein Preisvorteil nahe gebracht wird: "Damit ihre Gedanken sicher ankommen: De-Mail von GMX. Die digitale Post für alles Wichtige - und das kostenlos", heißt es am Ende des 30-Sekünders.

Insgesamt investiert GMX nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag in die Kampagne. Die Kreation verantworten die Münchner Kreativen Jan Okusluk und Oliver Diehr, die bereits bei der 2005er-Kampagne verantwortlich waren. Produziert wurde der Spot von Commercial Film Service in Hamburg. Die Mediaplanung übernimmt GMX gemeinsam mit Mindshare in Frankfurt. Der Spot ist auf reichweitenstarken Privatsendern zu sehen. Außerdem bindet ihn GMX auf der eigenen Homepage sowie ausgewählten Videoportalen ein.

Auf dem Feld der De-Mail wird mit harten Bandagen gekämpft: Die digitale Briefadresse gilt als Milliardenmarkt, Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 30 und 75 Prozent der jährlich 19 Milliarden Briefsendungen in Deutschland digitalisierbar sind. Konkret rangeln zwei große Player um die Vormachtstellung: Die Deutsche Post schickt ihren E-Post-Brief ins Rennen, für De-Mail trommelt ein Konsortium aus United Internet, der Deutschen Telekom und Mentana Claimsoft. Während die Deutsche Post versucht, ihr angestammtes Briefgeschäft zu verteidigen, hoffen die De-Mail-Anbieter auf ein neues Geschäftsfeld. Die Auseinandersetzung gipfelte zuletzt in einem Rechtsstreit zwischen Post und Web.de um einen TV-Spot der United-Internet-Tochter. ire
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