Fußball-Bundesliga erzielt Rekordergebnis / TV-Rechteausschreibung verzögert sich

Freitag, 14. März 2008
Präsentiert glänzende Zahlen: DFL-Chef Christian Seifert
Präsentiert glänzende Zahlen: DFL-Chef Christian Seifert

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat mit dem Bundesliga-Report 2008 Rekordzahlen präsentiert. Die 36 Clubs erzielen mit einem Ertrag von 1,75 Milliarden Euro eine neue Bestmarke. Erstmals schreiben alle 18 Clubs der 1. Bundesliga schwarze Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Markenbekanntheit der Eliteklasse deutschlandweit von 99 auf 99,5 Prozent. "Es war ein außergewöhnliches Jahr, in der die Bundesliga auf Rekordzahlen blicken kann. Als Markt und Solidargemeinschaft ist sie so gut aufgestellt wie nie zuvor und kann damit mittelfristig ihren Platz unter Europas Top-Ligen sichern", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Das Plus von 15 Prozent verglichen zum Vorjahr verdanken die 36 lizenzierten Clubs vor allem Sonderereignissen wie den Einnahmen aus dem WM-Überschuss. Wachstumstreiber waren zudem die Medienerlöse aus dem neuen TV-Vertrag, die 75 Prozent des Gesamteinnahmen ausmachten. Die Bereiche Werbung, Spiel, Transfer und Marketing haben sich dementsprechend angepasst. Zudem konnten die Verbindlichkeiten von 698.000 auf 599.050 in 2007 reduziert werden.

Aber auch die Tatsache, dass 51 Prozent der Gesamtbevölkerung Fußball als beliebteste Sportarten angeben, verhalf der Liga zu diesem Aufschwung. Die ständige Präsenz machten es den anderen Sportarten wie der Formel 1 (37 Prozent) oder dem Wintersport (42 Prozent) schwer. Aufgrund dieser Fakten konnte sich die Bundesliga den ersten Platz unter den Topligen Europas sichern.

Allerdings prüft das Bundeskartellamt derzeit die zentrale Fernsehvermarktung. "Mit dieser Situation müssen alle Beteiligten umgehen. Man weiß nicht, wie die Leistungsbilanz der Bundesliga bei einer Einzelvermarktung aussähe. Aber keiner hat ein Interesse daran, die Finanzierung des Spielbetriebes ab der Saison 2009/10 infrage zu stellen", betonte Seifert. Der Zeitplan für die Rechteausschreibung werde nicht zu halten sein.
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