Fußball-Bundesliga arbeitet am profitabelsten

Freitag, 30. Mai 2008
Die höchste deutsche Spielklasse im Profifußball ist Spitze in Europa
Die höchste deutsche Spielklasse im Profifußball ist Spitze in Europa

Dem Gezeter prominenter Bundesliga-Manager zum Trotz: Die höchste deutsche Spielklasse im Profifußball ist Spitze in Europa. Das belegt die aktuelle Auflage der Deloitte-Studie "Annual Review of Football Finance". Zwar klaffen nach wie vor große Lücken in puncto Umsatz, beim Betriebsergebnis sind die 18 deutschen Clubs aber Erster. Die Clubs aus den sogenannten Big-Five-Ligen - dazu zählen neben Deutschland noch England, Frankreich, Italien und Spanien - erwirtschafteten Gesamteinnahmen von über sieben Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung gegenüber der Vorsaison von 402 Millionen Euro.

Was die Gesamteinnahmen angeht, liegt die nationale Spielklasse mit 1,4 Milliarden Euro auf Platz 2, hinter der englischen Premier League. Die Eliteliga auf der Insel übertraf mit 2,3 Milliarden Euro erstmals die Zwei-Milliarden-Grenze. Das Betriebsergebnis der 18 deutschen Clubs liegt bei 250 Millionen Euro und stellt den internationalen Spitzenwert dar.

Die Umsatzrendite beträgt dabei 18 Prozent, die englischen Clubs kommen lediglich auf 141 Millionen und sechs Prozent. Gründe? Laut Deloitte ist dies "die erfolgreiche Kostenkontrolle". In den anderen Ligen bewegte sich in der Saison 2006/07 das Verhältnis von Gehaltskosten zu Umsatz zwischen 62 Prozent und 64 Prozent. Die Bundesligaclubs weisen aufgrund eines geringen Anstiegs in diesem Bereich ein günstigeres Verhältnis von 45 Prozent auf. "Entgegen dem allgemeinen Trend, Einnahmensteigerungen in gleichem Maße in Spielertransfers und -gehälter zu investieren, setzen die Bundesligaclubs ihre konservative Ausgabenpolitik der letzten Jahre fort", erläutert Stefan Ludwig, Senior Manager der Sportbusiness Gruppe von Deloitte in Deutschland. Somit werde sie auch "attraktiver für potenzielle Investoren, die in der Vergangenheit nur wenig Interesse an der Bundesliga zeigten." oz

Mehr dazu auf www.sportbusiness.horizont.net
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