Fusion von GfK und TNS unter Dach und Fach

Dienstag, 03. Juni 2008
GfK-Chef Klaus Wübbenhorst: "Die beiden Gesellschaften passen hervorragend zusammen."
GfK-Chef Klaus Wübbenhorst: "Die beiden Gesellschaften passen hervorragend zusammen."

Jetzt ist der Deal in trockenen Tüchern: Die Marktforschungsunternehmen GfK und TNS geben bekannt, dass sie einen Zusammenschluss unter Gleichen durchführen wollen. Wie schon seit einigen Wochen geplant, soll damit ein neues Unternehmen entstehen, das als GfK-TNS firmieren wird. Damit hat das Tauziehen um TNS ein Ende. Interesse an dem britischen Unternehmen hatte auch die internationale Werbeholding WPP, die bereits eine Mehrheitsbeteiligung an dem Marktforschungsunternehmen Kantar Group hält. Der größte TNS-Einzelaktionär, Cedar Rock Capital, signalisierte auch Bereitschaft, seinen Anteil an WPP zu verkaufen, wenn die Holding ein höheres Angebot machen würde. WPP-Chef Martin Sorrell hatte sich mehrfach öffentlich zu dem GfK-TNS-Deal geäußert und damit unter anderem für Spekulationen über einen Arbeitsplatzabbau am GfK-Stammsitz Nürnberg geschürt.

Durch den Zusammenschluss entsteht nun der nach Nielsen zweitgrößte Marktforschungskonzern der Welt. Stammsitz der neuen Gesellschaft soll London sein. Am neuen Unternehmen sollen die Aktionäre von TNS und GfK jeweils 50 Prozent halten, sofern alle das Angebot annehmen. Der GfK-Nürnberg Verein, mit 56,8 Prozent Hauptaktionär der GfK, hat sich bereits unwiderruflich verpflichtet, den Zusammenschluss zu unterstützen. Dieser soll im 4. Quartal 2008 über die Bühne gehen.

GfK-Chef Klaus Wübbenhorst: "Die beiden Gesellschaften passen hervorragend zueinander und haben seit langem erfolgreich zusammengearbeitet. Die neue Gruppe wird es uns ermöglichen, von der Dynamik eines sich schnell wandelnden und wachsenden Marktes zu profitieren." Wübbenhorst soll Non-Executive-Vorstandsmitglied und Chairman der neuen Gesellschaft werden, CEO wird TNS-Chef David Lowden.
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