Fummeln auf Distanz: Durex macht erogene Zonen zum Touchscreen

Dienstag, 23. April 2013

Google macht gerade mit seiner Datenbrille Google Glass Schlagzeilen, doch Durex zeigt, dass auch die Unterwäsche der Konsumenten eine lohnende IP-Adresse für das Mobile Marketing der Markenhersteller sein kann. In einem von Havas Worldwide Sydney kreierten "Durexperiment" präsentiert die australische Niederlassung des Kondomherstellers die speziell designte Unterwäsche Fundawear, die dem Wort Touchscreen eine völlig neue Bedeutung gibt. Denn dank Fundawear werden die erogenen Zonen des eigenen Partners per Smartphone anwählbar. Die Idee hinter dem Projekt ist beileibe nicht neu. Schon 1991 schrieb der amerikanische Soziologe Howard Rheingold über die Möglichkeiten des Cybersex, 1994 präsentierte der norwegische Medienkünstler Stahl Stenslie einen Cybersex-Ganzkörperanzug zu Fernstimulation im deutschen Fernsehen. Doch die martialisch anmutende Ledermontur setzte sich nie durch. Da ist das Durex-Projekt deutlich pragmatischer in seinen Ambitionen. Über eine App kann der Partner eine Abfolge von Vibratoren in der Unterwäsche seines Partners auslösen und so eine reale fließende Bewegung simulieren.

Ob Durex aus dem Experiment ein reguläre käufliches Produkt machen will, darf trotzdem bezweifelt werden. Der Kondomhersteller hat seine Produktpalette zwar mittlerweile auf Gleitgels und Massageöle ausgeweitet, doch das "Durexperiment" soll in erster Linie dazu dienen, die Neugierde für die sozialen Plattformen der Marke zu schüren. Die eigene Online-Destination www.durexperiment.com.au leitet nahtlos weiter zum Facebook-Auftritt der Marke. Obwohl Durex Australien bisher nur ein Pärchen präsentieren konnte, das bereit war die Unterwäsche zu testen, kann sich die Marke nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. 2,3 Millionen Youtube-User haben den Clip in den ersten fünf Tagen seit seiner Freischaltung schon gesehen. cam

Für Mobil-Nutzer hier der Link zum Youtube-Video: http://www.youtube.com/watch?v=qb7DN3kpl2o
Meist gelesen
stats