Frosta bekennt sich zum Dialog

Mittwoch, 18. Februar 2009
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Markenartikler stehen künftig noch stärker vor der Aufgabe, ihre Botschaften im Dialog mit den Konsumenten zu kommunizieren. Diesen Trend unterstrich Jens Bartusch, Senior Leiter Produktmanagement bei Frosta, auf dem Deutschen Direktmarketing-Kongress in Wiesbaden. Eine wichtige Rolle spiele dabei der Firmenblog des Tiefkühlkostherstellers. Rund 70.000 Besucher und 75.000 RSS-Feed-Abonnenten erreicht der Frosta-Blog monatlich. Damit reiche der Blog zwar natürlich nicht an die Zahl der TV-Kontakte heran, er liefere aber „qualitativ wertvolle“ Kontakte, sagte Bartusch beim Direct Marketing Summit 2009. Über den Blog ließen sich dabei erklärungsbedürftige Informationen, beispielsweise zum Reinheitsgebot des Unternehmens, ebenso vermitteln wie Hintergründe zu neuen Produkten.

Ebenso wie Bartusch, der für eine persönliche Sprache im Blog plädiert, betont auch Uwe Knaus, Projektleiter des Daimler-Blog, die Notwendigkeit zur individuellen Stimme. So wie bei Frosta unter anderem Bartusch aber auch Vorstand Felix Ahlers selbst bloggen, lebe auch bei Daimler der Blog von den selbstgeschriebenen Beiträgen der Mitarbeiter.

Eine Aufgabe, die Knaus nicht an PR-Agenturen delegieren würde. Vorteil des Engagements der Mitarbeiter sei, dass diese Inhalte glaubwürdig und authentisch vermitteln könnten. Zudem würden die bloggenden Mitarbeiter Daimler ein weiteres Gesicht geben.

Knaus empfiehlt für Corporate Blogs zudem eine klare Abgrenzung zu klassischen Kommunikationswegen von Unternehmen im Web: „Hier sprechen die Mitarbeiter und nicht das Unternehmen“.

Der Corporate Blog ist dabei kein Selbstzweck sondern hat auch Auswirkungen auf das Empfehlungsmarketing. „Unsere Leser geben die Informationen aktiv weiter“, sagt Knaus. Und diese Leser, rund 40.000 Unique Visitors pr Monat, kommen immerhin zu 91 Prozent aus der werberelevanten Zielgruppe. ork
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