"Freiheit für Uschi": FFN geht im Markenrechtsstreit gegen Mario Barth vor

Dienstag, 22. Februar 2011
Mario Barth bekommt es jetzt mit FFN zu tun
Mario Barth bekommt es jetzt mit FFN zu tun

Der von Mario Barth ausgelöste Streit um den Spruch "Nichts reimt sich auf Uschi" geht weiter. Nachdem der Komiker auf der Grundlage eines Eintrags beim Deutschen Marken- und Patentamt gegen Nutzer des Spruchs vorgegangen ist, hat nun der Radiosender FFN die Löschung des Slogans bei der Münchner Behörde beantragt. Die Aktion steht unter dem Slogan "Free Uschi". Das berichtet heute die "Hannoversche Allgemeine". Der Hintergrund ist alles andere als banal. Mit dem Markeneintrag hat sich Barth das Recht gesichert, den Spruch exklusiv auf T-Shirts, Bettwäsche und Handtücher drucken zu lassen und zu verkaufen.

Während Barth daher konsequent gegen einen T-Shirt-Händler, der den Spruch verwendet, juristisch vorgeht, holt der Sender jetzt zum Gegenschlag aus. Bereits Anfang der neunziger Jahre hatten die beiden Radiokomiker der FFN-Sendung „Frühstyxradio", Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer, den Witz mit Bart entwickelt. Auf diese Tatsache beruft sich jetzt der Sender bei seiner Aktion. „Wir wollen erreichen, dass der Satz als freies Gedankengut anerkannt wird, vergleichbar mit Sprüchen wie ,Keine Macht den Drogen' oder ,Atomkraft? Nein Danke!'", zitiert die Tageszeitung FFN-Programmdirektorin Ina Tenz.

„Es ist schon dreist, dass ein Spruch als Marke angemeldet wird, der nahezu auf jedem Schulklo steht", sagt sie. Damit hat die Radiomacherin zweifelsohne Recht. Doch ob das Marken- und Patentamt das genauso sieht, ist noch offen. Die Prüfung steht erst an. mir
Meist gelesen
stats