Frauenfußball bleibt Top-Thema

Donnerstag, 02. April 1998
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Franco Feminine, CEO der Mailänder Agentur Balloni und Initiator der gestern vermeldeten 25 Millionen Mark schweren Kampagne zur Unterstützung des Frauenfußballs, ist spurlos verschwunden. Hinweisen aus gewöhnlich ungewöhnlich gut informierten Kreisen zufolge soll er sich heute, einen Tag nach dem gestrigen 1. April, mit sämtlichen anderen Enten aus dem Staub gemacht haben. Extrem präsent ist allerdings Alice Schwarzer, Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Emma", die allen Ernstes die hehren Ziele von Franco Feminine mittels einer PR-Kampagne verfolgen will: Neben der regelmäßigen Berichterstattung über die Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in den USA stellte die Emma-Redaktion einen Forderungskatalog zur Förderung des Frauenfußballs auf. Darin wird unter anderem gefordert, daß Frauen ebenso wie Männer für Fußballspiele von ihrem Arbeitgeber freigestellt werden sollen. Ziel der Kampagne, für die Alice Schwarzer unter anderem im heutigen "ARD-Morgenmagazin" die Werbetrommel rührte, ist es, den Frauenfußball aus der "Wie wär”s mit einem-Trikottausch"-Ecke herauszuholen. Für die Kampagne entwickelten die Emmas inhouse auch ein Logo sowie den auf dem Spielfeld rein technisch schwer umzusetzenden Slogan "Die Hälfte vom Ball für die Frauen".
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